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Dienstag, 07.08.2018 DeutschlandID.R Pikes Peak International Hill Climb (PPIHC)
Tempo-Macher Dieter Depping
Erfolgsfaktoren für den I.D. R Pikes Peak

Er ist der stille Held und heimliche Tempo-Macher des erfolgreichen Pikes-Peak-Projekts: Dieter Depping. Der Hannoveraner wirkt seit 16 Jahren als Test- und Entwicklungsfahrer von Volkswagen im Motorsport. Ohne ihn wären Erfolge wie die zwölf WM-Titel in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), zwei weitere in der FIA Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX), die drei „Dakar“-Siege mit dem Race Touareg oder zahlreiche Klassensiege beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring undenkbar. Oder wie Romain Dumas sagt: „Dieter war mein zweiter Gasfuß. Ohne ihn wäre der Rekord am Pikes Peak gar nicht möglich gewesen“.

„Die herausragende Arbeit, die Dieter Depping für Volkswagen Motorsport leistet, ist von unschätzbarem Wert“, so Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets. „In jedem unserer erfolgreichen Motorsport-Projekte steckt viel wertvoller Input von Dieter. Wann immer es darum geht, Neuland zu betreten, ist Dieter ein verlässlicher Test- und Entwicklungsfahrer und ein echter Erfolgsfaktor. Er hat den I.D. R Pikes Peak entscheidend mitentwickelt.“

Der Tempo-Macher
Wie genau macht man das, wenn es um so grundsätzlich verschiedene Kategorien des Automobilrennsports geht? „Man braucht ein Quäntchen Talent“, so Depping lachend. „Und man muss sich natürlich auf die jeweiligen Versuchsfahrten und Aufgaben konzentrieren und sich entsprechend eingewöhnen. In diesem Jahr waren das im Wechsel die Entwicklungen für den I.D. R Pikes Peak, das Polo R Supercar für die Rallycross-WM und den kommenden Polo GTI R5. Es dauert bei mir ein, zwei Runs – dann kann ich den Ingenieuren das Feedback geben, das sie brauchen.“

Vor allem der 500 kW (680 PS) starke I.D. R Pikes Peak erforderte jede Menge Anpassungsfähigkeit. „Nach 30 Jahren Motorsport mit teils sehr lautstarken Verbrennungsmotoren ist das Fahren mit Elektromotor eher geräuschlos – und damit fehlt ein wichtiger Sinneseindruck, ein Anhaltspunkt für das Timing und die Geschwindigkeit beim Fahren.“ Für den 52-Jährigen eine große Umstellung: „Man hat nur Gas, Bremse und einen einzigen Vorwärtsgang. Man braucht deshalb eine Zeit, sich an diese neue Welt zu gewöhnen. Dann macht es aber unglaublich viel Spaß.“

Nur zwei Fahrer haben jeweils eine komplette Fahrt mit dem I.D. R am Pikes Peak absolviert – Romain Dumas bei seiner Rekordfahrt, bei der er erstmals die gesamte Strecke mit dem Prototyp am Stück absolvierte. Und: Dieter Depping. Während der raren und kurzen Testfahrten am Pikes Peak absolvierte er eine Fahrt über die gesamte Distanz. „Bei diesem ersten Run ging es nicht um die Zeit, aber es kam eine ganz gute dabei heraus“, so Depping schmunzelnd.