News

Dienstag, 19.02.2019


Nürburgring-Nordschleife

ID. R jagt Rundenrekord für Elektro-Fahrzeuge auf Bridgestone Reifen.

Ein langjähriger Partner für eine neue Herausforderung: Wenn der Volkswagen ID. R im Sommer 2019 den Rundenrekord für Elektro-Fahrzeuge auf der Nürburgring-Nordschleife ins Visier nimmt, werden Bridgestone Potenza Reifen für die optimale Performance sorgen. Bei der Ausrüstung von Serienautos arbeiten die deutsche Automobilmarke und der japanische Reifenhersteller seit Langem zusammen, nun wird die Partnerschaft auf den Motorsport ausgeweitet. Der ID. R ist der sportliche Vorbote der neuen ID. Produktfamilie, mit der Volkswagen ab 2020 eine breite Palette von rein elektrischen Fahrzeugen anbieten wird.

„Wir freuen uns sehr auf die erstmalige Zusammenarbeit mit Bridgestone im Motorsport“, sagt Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor. „Mit dem Versuch, den E-Rekord auf der Nordschleife zu knacken, wollen wir gemeinsam die enorme Leistungsfähigkeit elektrischer Antriebe unterstreichen“, erklärt Smeets. 2018 hatte Volkswagen mit dem ID. R bereits einen neuen Allzeit-Rekord beim berühmten Bergrennen am Pikes Peak (USA) aufgestellt.

Bridgestone und Volkswagen verbindet heute bereits eine Partnerschaft in der Erstausrüstung von Serienfahrzeugen. „Beide Marken haben die Themen Zukunftstechnologie und Innovationen im Fokus“, sagt Mark Tejedor, Vice President Original Equipment bei Bridgestone EMEA. „Unsere Expertise im Motorsport und in der Elektromobilität haben wir genutzt, um Potenza-Sportreifen zu entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse eines elektrisch angetriebenen Rennwagens zugeschnitten sind. Sie sollen Volkswagen Motorsport helfen, eine weitere Bestmarke mit dem ID. R aufzustellen.“

Aktueller E-Rekord: unter sieben Minuten auf knapp 21 Kilometern
Mit einer Länge von 20,832 Kilometern, 73 Kurven und einem Höhenunterschied von rund 300 Metern zwischen dem höchsten und dem tiefsten Abschnitt gilt die Nordschleife des Nürburgrings als anspruchsvollste Rennstrecke der Welt. Der frühere Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart nannte die 1927 erbaute Piste in der Eifel respektvoll „Grüne Hölle“. Der aktuelle Rundenrekord für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge steht bei 6:45,900 Minuten. Gehalten wird er vom Briten Peter Dumbreck (NIO EP9).

Sonntag, 17.02.2019


Volkswagen ID. R

Der Volkswagen ID. R elektrisiert Kanada.

 

Der Rekord-Renner macht erneut den Sprung über den großen Teich: Auf der Canadian International AutoShow in Toronto können Besucher den Volkswagen ID. R bewundern. Der 500 kW (680 PS) starke Elektro-Rennwagen, mit dem der französische Rennfahrer Romain Dumas im Juni 2018 einen neuen Rekord beim berühmten „Pikes Peak International Hill Climb“ in den USA aufgestellt hatte, wird vom 15. bis 24. Februar auf der größten Automesse Kanadas präsentiert. Im Sommer 2019 wird der Volkswagen ID. R für einen weiteren Rekordversuch eingesetzt, um die bestehende Bestzeit für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge auf der Nürburgring-Nordschleife zu unterbieten.

Weitere Informationen: www.autoshow.ca

Montag, 28.01.2019


Volkswagen ID. R

Testphase für Volkswagen ID. R hat begonnen – Ziel: E-Rekord auf der Nordschleife.

Die nächste Evolutionsstufe des Volkswagen ID. R hat die ersten Schritte auf dem Weg zum E-Rekordversuch auf der Nürburgring-Nordschleife genommen. Romain Dumas (F) testete vergangene Woche den rein elektrisch angetriebenen Prototyp in der Motorsport Arena Oschersleben erstmals mit Verbesserungen unter der Haube. Volkswagen hat sich vorgenommen, im Sommer 2019 den bestehenden Rekord für Elektrofahrzeuge auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt zu unterbieten – der Nordschleife. Bis dahin wird sich der ID. R neben weiteren Veränderungen unterhalb des Carbon-Kleids auch sprichwörtlich häuten: Die Aerodynamik, bislang auf die bahnbrechende Rekordfahrt am Pikes Peak im vergangenen Sommer ausgelegt, wird dabei an die Ansprüche der „Grünen Hölle“ angepasst.

Samstag, 19.01.2019


Volkswagen ID. R

Nächste Herausforderung: ID. R auf der Nordschleife.

 

Volkswagen bringt die Elektro-Mobilität mit hohem Tempo voran, bei Serienfahrzeugen genauso wie auf der Rennstrecke. Nach der Rekordfahrt beim berühmten Pikes-Peak-Bergrennen nimmt der Elektro-Sportwagen ID. R im Sommer 2019 eine weitere Bestmarke ins Visier: den Rundenrekord für elektrisch angetriebene Fahrzeuge auf der Nordschleife des Nürburgrings, die als schwierigste Rennstrecke der Welt gilt.


Der ID. R ist der sportliche Vorbote einer ganzen Baureihe rein elektrischer Fahrzeuge, die Volkswagen ab 2020 auf den Markt bringt. Die Einsätze des ID. R im Motorsport stehen für das klare Bekenntnis von Volkswagen zur Elektro-Mobilität und unterstreichen die enorme Leistungsfähigkeit, die der E-Antrieb in Zukunft auf der Straße bieten kann. „Nach dem Streckenrekord am Pikes Peak ist die Bestzeit für Elektro-Fahrzeuge auf der Nordschleife des Nürburgrings die nächste große Herausforderung für den ID. R“, sagt Volkswagen Motorsport Direktor Sven Smeets. „Ein Rundenrekord auf der Nordschleife gilt als Ritterschlag für jedes Fahrzeug, gleichermaßen für Rennfahrzeuge und Serienautos.“

Volkswagen ID. R erhält Feinschliff für die Nordschleifen-Charakteristik
Der für den Rekordversuch auf dem Nürburgring weiterentwickelte ID. R wird von zwei Elektro-Motoren mit einer Systemleistung von 500 kW (680 PS) angetrieben und wiegt inklusive Fahrer weniger als 1.100 Kilogramm. „Wir werden vor allem die Aerodynamik des ID. R auf die im Vergleich zum Pikes-Peak-Bergrennen deutlich anderen Bedingungen der Nordschleife anpassen“, sagt François-Xavier Demaison, Technischer Direktor von Volkswagen Motorsport. Denn im Unterschied zum US-Klassiker am Pikes Peak mit dem Start auf 2.862 Metern und dem Ziel auf 4.302 Metern Höhe windet sich die Nordschleife lediglich zwischen 320 und 617 Metern über Meereshöhe durch die Eifel und hat nicht zuletzt durch die lange Gerade an der Döttinger Höhe eine ganz eigene Charakteristik. „Zur sorgfältigen Vorbereitung auf die Rekordfahrt werden wir mit dem ID. R im Frühjahr ein intensives Test- und Entwicklungsprogramm auf verschiedenen Rennstrecken durchführen“, so Demaison weiter. Die Rekordfahrt ist für den Sommer vorgesehen.

Nordschleifen-Experte Romain Dumas bei Rekordversuch am Steuer
Fahrer beim Rekordversuch ist abermals Multitalent Romain Dumas. Er gewann im Juni 2018 mit dem ID. R den Pikes Peak International Hill Climb und blieb mit einer Zeit von 7:57,148 Minuten als erster Pilot in der über 100-jährigen Geschichte des Rennens unter der Acht-Minuten-Marke. Der Franzose siegte außerdem bereits vier Mal beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

„Mit dem ID. R auf die Nordschleife zu gehen, sorgt bei mir jetzt schon für Gänsehaut. Ich kenne mich dort sehr gut aus, aber der ID. R wird mit seiner extremen Beschleunigung und seinen enormen Kurvengeschwindigkeiten eine ganz neue Herausforderung sein“, sagt Dumas. „Ich kann die ersten Testfahrten kaum erwarten. Den bestehenden Elektro-Rekord zu unterbieten, wird sicher keine Spazierfahrt.“ Die aktuelle Bestmarke für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge steht bei 6:45,90 Minuten – das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 185 km/h. Aufgestellt hat sie der Brite Peter Dumbreck am Steuer eines NIO EP9 im Jahr 2017.

Ex-Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart prägte den Begriff „Grüne Hölle“
Ein vergleichsweise schmales Asphaltband, 20,832 Kilometer lang, 75 Kurven, häufig steil bergauf oder bergab durch die Wälder der Eifel – die 1927 eröffnete Nordschleife des Nürburgrings ist weltweit einzigartig und bis heute herausragendes Prüffeld der Automobilindustrie. Der frühere Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart nannte sie einst respektvoll „Grüne Hölle“.

 

Trotz wiederholter Modernisierung der Traditionsstrecke fährt die Formel 1 dort seit 1978 nicht mehr. Heute ist die Nordschleife – zusammen mit dem modernen Grand-Prix-Kurs – vor allem als Austragungsort des 24-Stunden-Rennens bekannt. Auch die weltweit ausgetragene Tourenwagenserie FIA World Touring Car Cup (WTCR) gastiert dort. In beiden Serien ist Volkswagen mit dem Golf GTI TCR vertreten.

Samstag, 19.01.2019


Volkswagen ID. R

Die nächste Herausforderung für den ID. R: die Nürburgring-Nordschleife.

Nach der Rekordfahrt beim berühmten Pikes-Peak-Bergrennen nimmt Volkswagen mit dem ID. R im Sommer 2019 eine weitere Bestmarke ins Visier: den Rundenrekord für elektrisch angetriebene Fahrzeuge auf der Nordschleife des Nürburgrings, die als schwierigste Rennstrecke der Welt gilt.

Montag, 14.01.2019


Heiß auf Eis.

 

Mitte des 20. Jahrhunderts waren Autorennen auf gefrorener Piste ein Publikumsmagnet. Das Ice Race in Zell am See lässt diese Tradition am kommenden Wochenende wiederaufleben.

 

Man muss wohl ein bisschen verrückt sein, um sich auf Skiern von einem Auto mit Vollgas über Schnee und Eis ziehen zu lassen. Skijöring sieht jedenfalls nach einem Sport für besonders Mutige aus. Einer der weltbesten Freestyle-Skiläufer zu sein, hilft in diesem Zusammenhang. „Ich habe sicherlich schon extremere Sachen gemacht, aber Skijöring als Wettbewerb ist für mich auch neu“, sagt Bene Mayr, einer der Stars beim Ice Race in Zell am See.

Diese Veranstaltung erweckt am Wochenende 19. / 20. Januar eine Tradition zu neuem Leben, die Mitte des 20. Jahrhunderts jeden Winter Tausende von Fans anlockte. Beim in Norwegen erfundenen Skijöring ließen sich die Skiläufer ursprünglich von Pferden ziehen. 1928 war die Sportart sogar Demonstrationswettbewerb bei den Olympischen Winterspielen in St. Moritz. Es dauerte nicht lange, bis Geschwindigkeit – und Nervenkitzel – durch Motorräder und schließlich Autos als Zugfahrzeuge gesteigert wurde.

 

Comeback nach vier Jahrzehnten

„40 Jahre lang haben Eisrennen und Skijöring die Menschen in Zell am See begeistert. Jetzt holen wir diese legendäre Veranstaltung neu interpretiert aus der Versenkung zurück“, sagt Ferdinand Porsche, im Ort lebender Urenkel des berühmten Firmengründers und einer der Initiatoren des GP Ice Race. Unter neu interpretiert verstehen Porsche und Geschäftspartner Vinzenz Greger auch, dass sich die Skiläufer wie Bene Mayr nicht von irgendwelchen beliebigen Autos über das Eis ziehen lassen. Skiprofi Mayr beispielsweise hat sich als Zugmaschine einen Rennwagen aus der aktuellen Formel E angelacht. „Der Fahrer des Zugwagens muss sehr genau wissen, was sein Anhängsel so draufhat. Der Skiläufer wiederum muss darauf achten, dass die Zugleine immer unter Spannung bleibt. Sonst könnte es wehtun“, erläutert Mayr.

Le-Mans-Sieger im neuen Polo GTI R5
Beinahe schon einfach mutet vor diesem Hintergrund die Aufgabenstellung für die Piloten an, die ohne Skiläufer im Schlepptau Rennen bestreiten. Zu ihnen gehören die beiden Volkswagen Piloten Romain Dumas und Jochi Kleint. Dumas ist unter anderem zweimaliger Sieger des 24-Stunden-Rennens in Le Mans.

Er tritt im neuen Polo GTI R5 in der Wettbewerbskategorie der aktuellen Rallyeautos an. „Für mich ist es der erste Start im Polo GTI R5. Ich bin schon sehr gespannt“, blickt Dumas voraus. Kleint bringt einen alten Bekannten an den Start – den mit zwei Motoren ausgestatteten Golf, mit dem er 1987 beim Bergrennen am Pikes Peak für Furore sorgte. „Die Gegend rings um Zell am See kenne ich gut, das wird eine schöne Veranstaltung“, sagt der Hamburger. „Mit dem für das Bergrennen am Pikes Peak gebauten Golf auf einer gefrorenen Piste – das wird ein spannendes Experiment. Mein Ziel ist es, bei den Demonstrationsfahrten auf dem Eis den Fans eine ordentlich Show zu bieten.“

Beim Ice Race sind Reifen mit Spikes erlaubt. Die sogenannten „Schweden-Spikes“, die auch in der Rallye-Weltmeisterschaft verwendet werden, sind mit knapp 400 Metallstiften gespickt. Jeder Einzelne ragt rund sieben Millimeter aus dem Gummi heraus. „Damit hast du auf blankem Eis mehr Traktion als auf Asphalt“, erläutert Romain Dumas. Allerdings wirken die vergleichsweise schmalen Spikereifen beinahe wie Trennscheiben auf die Fahrbahnoberfläche ein. „Unser Plan ist deswegen, nach jedem dritten oder vierten Rennlauf die Eisoberfläche neu zu präparieren“, sagt Hermann Bernsteiner.

30 Zentimeter dickes Eis

Bernsteiner ist der „Eismeister“ des GP Ice Race. Schon seit Anfang Dezember 2018 präpariert er die etwa 600 Meter lange Rennstrecke auf dem Flugplatz von Zell. Mehrmals täglich fährt er mit Traktor und großem Wassertank am Haken über die Piste. „Bis zu 80 Kubikmeter versprühe ich bei jedem Durchgang“, erzählt der hauptberufliche Landwirt, für den die Aufgabe des Eismeisters neu ist. Sein Ziel: Bis zur Veranstaltung muss die Eisdecke mindestens 30 Zentimeter dick sein. Infolge der starken Schneefälle in den vergangenen Tagen und konstanten Temperaturen unter null Grad ist Bernsteiner zuversichtlich, bis zum Renntag eine so starke Eisdecke zu erzeugen, die auch ungewöhnlich warmem Wetter während der Veranstaltung standhalten würde.

Legendäre Rennwagen auch in den Ausstellungen

Die offiziellen Wettbewerbe mit teils modernen, teils historischen Fahrzeugen bilden nur einen Teil des Ice Race. Showeinlagen sind beispielsweise durch den zweimaligen Rallye-Weltmeister Walter Röhrl im Audi Sport quattro S1, DTM-Champion René Rast im Audi RS5 und einen 650-PS-Tourenwagen aus der amerikanischen NASCAR-Serie geplant. „Die Fans können mit ihrer Eintrittskarte bis ins Fahrerlager“, verspricht Rennlegende Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck, der das Ice Race als Botschafter unterstützt. 



Nicht für Eisrennen geeignete Boliden sind in den Ausstellungen zu sehen. In diese Kategorie fällt beispielsweise der ID. R von Volkswagen. Mit diesem Elektro-Rennwagen gewann Romain Dumas im Juni 2018 das berühmte „Race to the Clouds“ auf den 4.302 Meter hohen Pikes Peak im US-Bundesstaat Colorado. Der Franzose stellte außerdem einen neuen absoluten Streckenrekord auf. Im Rahmen des GP Ice Race wird Volkswagen verraten, welche Bestmarken der ID. R als Nächstes in Angriff nehmen soll.

Mittwoch, 09.01.2019


Pikes Peak International Hill Climb

Berliner Stadt-Werke.

 

Eine Winternacht in Berlin. Es ist kalt. Und doch ist da diese Energie. Das Making of eines ganz besonderen filmischen Werks in vier Szenen.

 

Alles auf Anfang
Eine ehemalige Industriehalle in Babelsberg bei Berlin. „Studio 19“ prangt auf der Stirnseite des Gebäudes, das gegenüber einer Kulisse aus hohlen Fassaden und windschiefen Hexenhäuschen steht. Innendrin: 5.445 Quadratmeter – wie leergefegt. Lediglich am beinahe äußersten Ende der 63,80 Meter langen, dreigeteilten Fläche kauert der Volkswagen ID. R. Jener faszinierende Prototyp, der im Juni 2018 in der Rekordzeit von 7:57,148 Minuten auf den 4.302 Meter hohen Pikes Peak raste. Heute ist sein Tag. Einsam und geerdet lauert der Elektro-Renner in der leergefegten Fabrikhalle auf seinen Einsatz. Drehtag für einen kreativen, spektakulären Video-Clip. Ein paar Regie-Pulte, allerlei Computer, Flightcases, Kabel und versteckte Lichtinstallationen deuten auf das Kommende hin. Noch herrscht nüchterne Arbeitsatmosphäre, Neonlicht erhellt jeden Winkel. Nach und nach kommt die Film-Crew ins Studio 19.

Auftritt Stefan. Der Mann mit den Dreadlocks ist ob der Kälte in einen dicken, hüftlangen Mantel gehüllt. Schal und Haarpracht gehen fließend ineinander über. Er hockt auf einem leicht verschossenen Bürostuhl, umkreist den lichtgrauen Star des Abends mit dem breiten Heckflügel langsam, in dem er sich sachte mit den Füßen abstößt. Mal auf seinem Schoß liegt, mal unter seinem Arm klemmt ein aufgeklapptes Notebook. Für eine kleine Weile sind Stefan und der ID. R für sich. Ein paar Handgriffe und kaum merklich wabert Licht über die Silhouette des ID. R. Bis … mit einem lauten Klack das Licht in Studio 19 ausgeht. Und aus der Lichtstimmung Marke Klinik – wird Kunst.

Szene eins, 
in der jede Menge Energie fließt


Von den 5.445 Quadratmetern in Studio 19 sind 5.400 auf einen Schlag ausgeblendet. Lediglich drei Projektoren tauchen die Hülle des ID. R mit verschiedenen sogenannten Mappings in bewegtes Licht – wie Energie, die sanft über die Haut des Pikes-Peak-Rekordhalters streicht, langsam in ihn eindringt. Jede Linie, jeder Lichtpunkt folgt präzise den Rundungen des Elektro-Prototyps. Jeden Millimeter des ID. R haben Stefan und seine Kollegen im Vorwege ausgemessen, die Projektoren auf den Millimeter genau ausgerichtet. Ihr Design überlagert jenes der Volkswagen Ingenieure, ergänzt es.

Ein kurzes „Achtung“ schallt durch die Halle. Nicht in die Laserstrahlen zu blicken oder direkt hineinzufotografieren oder -filmen wurde zuvor allen eingeschärft. Das „Achtung“ kündigt an, dass ein weiteres Element der Lichtinstallation hinzukommt: ein Netzwerk aus Laserstrahlen, knapp 30 Zentimeter über dem mittlerweile für den rechten Schimmer und gezielte Reflektionen von der Studio-Feuerwehr gewässerten Hallenboden. Wenige Sekunden später folgen rechnergesteuerte Scheinwerfer. Das Set ist bereit für den Dreh.

Regisseur Bernd Wondollek führt die Kamera selbst. Sie ist an einem Schwenkarm auf Rollen befestigt, der fließende Bewegungen ermöglicht. Die Musik donnert zur Orientierung beim Timing aus einem Ghettoblaster. Dazu folgen seine Aufrufe. „Uuuuuund: Tommmm.“ Tom ist für die Lasertechnik zuständig, die noch eine Spezialität auf Lager hat. Mit den extrem gebündelten Lichtstrahlen lässt sich dort, wo am ID. R zur Gewichtsersparnis nur Aufkleber statt Scheinwerfer angebracht sind, eine Beleuchtung zaubern. Tom hat dazu die entsprechenden Konturen am ID. R dreidimensional nachgefahren. Mit ein paar Klicks am Computer „malt“ er sie direkt auf die Front. Es sieht so einfach aus. „Uuuuuund: Clemensss“. Clemens überwacht für die Szenen die rechnergesteuerten Scheinwerfer am Set. Im späteren Film wird aus Stefans Mapping, Toms Laser und Clemens’ Scheinwerfern die Illusion erschaffen, dass sich der ID. R in dieser Industriehalle mit Energie auflädt, die er bei seiner Fahrt durchs nächtliche Berlin wieder an die Stadt abgibt.

Szene zwei, 
in der Dieter Depping auftritt und Bewegung in die Sache kommt


Jene Energie, sie ist am Set spürbar mit dem Auftritt von Dieter Depping. Der Test- und Entwicklungsfahrer von Volkswagen Motorsport und zweite Gasfuß hinter dem Rekord am Pikes Peak ist derjenige, der bei Fahrszenen am Steuer des ID. R sitzt. Die Crew rückt merklich näher an den Elektro-Prototyp, die Anspannung wird sprichwörtlich greifbar. Nach sieben Stunden Dreh am stehenden Objekt kommt nun also Bewegung in die Sache. Dieter Depping beschleunigt den ID. R sachte – vom einen Ende des Studio 19 zum anderen. Etwa 50 Meter sind in der Länge und knappe 17 in der Breite dafür Platz. Ein Audi SQ7 ist auch am Start – inklusive eines „Russian Arms“, eines am Fahrzeug befestigten und aus seinem Inneren gesteuerten Kamera-Arms mit enormer Reichweite. ID. R, SQ7 und damit die Fahrer Dieter und Leo steuern mal parallel, mal kreuzend, mal entgegenkommend millimetergenau durch die nun recht eng wirkende Halle. Hier sind zwei Profis am Werk. Für die Außenstehenden sind lichtgrauer und mattschwarzer Wagen jeweils nur als Silhouetten erkennbar. Um zehn Uhr abends ist der Spuk in Studio 19 vorbei. Location eins ist jetzt Geschichte. Umbau, Umzug. Weiter geht’s.

Szene drei, 
in der ein seltsames Donnern den Tiergarten erschüttert


Dieses Surren und durchdringende Tosen. Am äußeren Ende des Tiergarten-Tunnels erwartet man einen Düsenjet, der jeden Moment aus diesem kastenförmigen, nur leicht beleuchteten Dunkel auftaucht und über die Filmcrew hinwegfegt. Doch es ist der ID. R. Sein charakteristisches Summen stammt aus den Hilfsaggregaten, Wasserpumpen als Teil des Kühlsystems, das vom bordeigenen 12-Volt-System gespeist wird. Das Tosen von den beiden insgesamt 500 kW (680 PS) starken Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse, deren Kraft sich aus dem 915-Volt-System nährt, das am Pikes Peak Geschichte geschrieben hat. Wenn es drauf ankommt, stürmt der ID. R in nur 2,25 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 – das schafft nicht einmal ein aktueller Formel-1-Bolide. Der Berliner Tunnel verstärkt die eher sinnliche Akustik des ID. R zu einem bedrohlichen Donnern. Und auch wenn der SQ7 mit dem „Russian Arm“ nach Kräften mit dem Tempo von Dieter Depping schritthält – von ihm ist nur wenig zu hören. Eigens für den heutigen Dreh wurde die leicht kurvige Zufahrt zum Tiergarten-Tunnel in Berlin gesperrt. Von Mitternacht bis zwei Uhr morgens gehört die Röhre dem Filmteam, Dieter Depping und dem ID. R. Immer wieder donnern sie durch den Tunnel, eine Einstellung jagt die nächste. Top-Gun-Akustik inklusive.

Szene vier, 
in der 680 Pferde auf vier Pferde zupreschen


Das ist ja auch nicht normal. Breiter als ein Lkw und dazu keine Scheinwerfer. Jagt die Straße des 17. Juni zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor auf und ab – teils durch den nicht vorhandenen Gegenverkehr. Darüber, surrend, eine Kameradrohne – und das wenige hundert Meter von der amerikanischen Botschaft entfernt. Kein Wunder, dass kurz nach drei Uhr morgens die Polizei nach dem Rechten sieht. Darf das denn alles sein? Es darf. Genehmigungen werden herausgeholt und für gut befunden.

In der Tat grenzt es an ein kleines Wunder, dass Volkswagen in dieser Mittwochnacht auf der Straße des 17. Juni mit dem ID. R drehen darf. Per Intervallsperrung – je zehn Minuten für den ID. R und dann wieder für den anderweitigen Verkehr in Richtung Brandenburger Tor – ist alles nach der Zufriedenheit der Behörden geregelt. Etwa 15 von ihnen haben dazu ihr Okay gegeben.

Das gibt einer Busladung voll Touristen ausreichend Gelegenheit, die Unterkiefer nach unten zu klappen, als sie den ID. R passieren, der einfach am Straßenrand parkt, als wäre nichts selbstverständlicher als genau das. Es steht der Stadt Berlin auch gut zu Gesicht, den wegweisendsten aller Elektro-Sportwagen in Szene setzen zu lassen. Von dieser Energie kann auch die Hauptstadt profitieren – ganz wie in der Geschichte des kurzen Clips.

Der ID. R in Berlin: das Video.

Donnerstag, 03.01.2019


ID. R PIKES PEAK

Titel, Rekorde, Innovationen – der Jahresrückblick.

 

Es war DAS Highlight des Jahres: Am 24. Juni 2018 raste Romain Dumas (F) im Volkswagen ID. R Pikes Peak beim legendären Bergrennen in Colorado Springs (USA) in Rekordzeit zum Gipfel und schrieb damit Motorsport-Geschichte! Lediglich 7:57,148 Minuten benötigte der erste vollelektrisch angetriebene Rennwagen von Volkswagen für die 19,99 Kilometer lange Strecke. Nur drei Wochen später erzielte Dumas beim Goodwood Festival of Speed im Süden Englands in 43,86 Sekunden einen neuen Elektro-Rekord. Es folgten weitere erfolgreiche und medienwirksame Auftritte des ID. R Pikes Peak auf großen Motorshows überall auf der Welt.  Neben einer überaus positiven Medienberichterstattung erhielt der Vorbote der künftigen ID. Familie von Volkswagen auch zahlreiche Auszeichnungen.


POLO GTI R5

Nach 10.000 Testkilometern mit neun Fahrern in zehn Ländern war es so weit: Bei der Rallye Spanien feierte Volkswagen Motorsport im Oktober sein Comeback in der Rallye-Weltmeisterschaft. Das vielbeachtete Debüt des Polo GTI R5 mit den Piloten Petter Solberg (N) und Eric Camilli (F) verlief mit einem dritten Platz des Norwegers im WRC2-Klassement überaus erfolgreich und erreichte eine beachtliche Aufmerksamkeit vor allem in den sozialen Medien. Kein Wunder, dass sich das 200 kW (272 PS) starke Kundensport-Fahrzeug großer Beliebtheit erfreut: In den Wochen nach dem Event wurden bereits 15 Fahrzeuge an internationale Kunden in Südamerika und ganz Europa ausgeliefert. Die erste Serie ist damit bereits ausverkauft.


TCR/WTCR

Mit vier Titeln im Jahr 2018 kann sich der Golf GTI TCR schmücken! Luca Engstler triumphierte in der TCR Middle East sowie in der TCR Asia und ist damit erst der dritte Fahrer, der innerhalb einer Saison den Titel in zwei unterschiedlichen TCR-Serien holte. In der ersten Saison der TCR UK feierte Daniel Lloyd (GB) vom Team WestCoast Racing mit acht Siegen und insgesamt zwölf Podestplätzen im Golf GTI TCR die Meisterschaft. In der TCR Scandinavia setzte sich Johan Kristoffersson (S) gegen die Konkurrenz durch und krönte sich zum zweiten Mal nach 2012 zum Champion. Auch in der neuen WTCR-Serie war der Golf GTI TCR unterwegs: Rob Huff (GB) und Mehdi Bennani (MA) gingen für das Team Sébastien Loeb Racing an den Start und konnten nach einer Saison mit Höhen und Tiefen einen versöhnlichen Saisonabschluss feiern. Nicht zuletzt errang der Golf GTI TCR zweimal den Titel „Model of the Year“.


WRX/ARX

Rallycross ist das ultimative Spektakel für Motorsport-Fans – und für Volkswagen Motorsport hätte das Jahr 2018 kaum besser laufen können: In der Rallycross-Weltmeisterschaft (WRC) war das Team PSRX Volkswagen Schweden mit seinen 419 kW (570 PS) starken Polo R Supercars über die gesamte Saison das Maß aller Dinge. Mit großem Vorsprung sorgten die Piloten Johan Kristoffersson (S) und Petter Solberg (N) für den Gesamtsieg in der Teamwertung, Kristoffersson verteidigte seinen WM-Titel noch deutlicher: Der Ausnahmepilot gewann unglaubliche elf der zwölf Rennen. Zudem sicherte sich Scott Speed für Volkswagen Andretti Rallycross den Titel in der neu gegründeten Serie Americas Rallycross (ARX).


FORMEL 3

Nach vier erfolgreichen Jahrzehnten war 2018 die letzte Saison von Volkswagen als Motorenpartner in der Formel 3. Viel spannender hätte die Abschiedstour kaum verlaufen können: Daniel Ticktum (GB) und Jüri Vips (EST) waren „powered by Volkswagen“ lange Zeit im Titelrennen dabei. Der Brite musste sich gar erst am letzten Rennwochenende Mick Schumacher (D, Dallara-Mercedes) geschlagen geben und mit dem zweiten Platz vorliebnehmen – Vips landete nach den 30 Saisonrennen auf Rang vier. Beim traditionellen Finalrennen in Macau feierte Ticktum schließlich als souveräner Sieger einen optimalen Abschluss. Mit Joel Eriksson (S) und Sacha Fenestraz (F, Carlin) komplettierten zwei weitere Formel-3-Piloten „powered by Volkswagen“ das Podium und das perfekte Ende einer Ära.

Mittwoch, 02.01.2019


Pikes Peak International Hill Climb

Trophäen-Jäger: Volkswagen ID. R feiert im Jahr 2018 Rekorde und Auszeichnungen.

 

Wolfsburg (02. Januar 2019). Zwei Rekorde und ein halbes Dutzend Auszeichnungen: Der zukunftsweisende Volkswagen ID. R hat im Jahr 2018 den Motorsport elektrisiert und den Redaktionen, Fachleuten und Fans Imponiert. Mit dem „Motorsport Moment of the Year“-Award, ausgelobt vom amerikanischen Magazin Autoweek, wurde die sensationelle Rekord-fahrt des ID. R am Pikes Peak nun ein weiteres Mal gewürdigt: „Den Pikes Peak International Hill Climb gibt es schon seit mehr als hundert Jahren. Seither wurden zahlreiche Rekorde aufgestellt und zahlreiche Teams haben Siege errungen, die vorab als unwahrscheinlich galten. Doch in diesem Jahr hat ein elektrischer Volkswagen alle anderen Fahrzeuge auf dem Berg ausgestochen – und das auch noch in Rekordzeit.“

 

Es war dieser Moment, den die Autoweek auszeichnete: Am 24. Juni 2018 absolvierte Romain Dumas (F) mit dem rein elektrisch angetriebenen Sportwagen aus Wolfsburg die 19,99 Kilometer lange und Mythen-bewehrte Bergrennstrecke am Pikes Peak beim legendären „Race to the Clouds“ in 7.57,148 Minuten – damit ist der ID. R das erste Elektro-Fahrzeug, das schneller und besser ist als alle Autos mit konventionellem Verbrennungsantrieb vor ihm. Und er ist das erste Automobil, das die 156 Kurven und den Anstieg um 1.440 Meter auf 4.302 Meter über Normalnull in unter acht Minuten absolviert hat.

 

„Der Moment, in dem Romain Dumas am Gipfel des Pikes Peak die Ziellinie kreuzte und die Zeit seiner Fahrt feststand, ist einer der größten in der Geschichte von Volkswagen im Motorsport“, so Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor. „Dass die Autoweek diesen Moment nun mit einem Award ausgezeichnet hat, ist eine große Ehre für uns. Es zeigt aber auch, dass Romain und der ID. R etwas Herausragendes und Zukunftsweisendes erreicht haben, das weltweit Beachtung findet. Am Pikes Peak wollten wir beweisen, was technisch mit reinem Elektroantrieb möglich ist – das ist uns gelungen. Gleichzeitig war es nicht nur für das gesamte Team, die Ingenieure, Mechaniker und Techniker, sondern auch für eine breite Öffentlichkeit ein emotionales Erlebnis.“

 

Zwei Rekorde in nur drei Wochen – der Volkswagen ID. R zeigt Leistungsfähigkeit „mit E“

 

Dem Rekord am Pikes Peak Ende Juni folgte Mitte Juli ein weiterer: Beim Goodwood Festival of Speed (GB) stellte Romain Dumas (F) mit dem ID. R in 43,86 Sekunden einen neuen Elektro-Rekord auf. Dumas verbesserte die Bestmarke für Elektro-Rennwagen aus dem Jahr 2013 um 3,48 Sekunden. Den Allzeit-Rekord von Nick Heidfeld (D) verpasste Dumas dabei nur knapp. 1999 bewältigte Heidfeld die lediglich 1,86 Kilometer lange Strecke mit einem McLaren-Mercedes MP4/13 aus der Formel 1 in 41,6 Sekunden.

 

Auf Rekorde folgen Auszeichnungen: sechs Awards für den Volkswagen ID. R

 

Den beiden Rekorden am Pikes Peak und beim berühmten Goodwood Festival of Speed folgte ein halbes Dutzend weiterer Trophäen: Gleich zweimal wurde der ID. R als „Rennauto des Jahres“ ausgezeichnet – vom britischen BBC Top Gear Magazine und der deutschen Auto Bild Motorsport. Für den Antriebsstrang gewann er zudem die „Dewar Trophy“ des Royal Automobile Club in London (Großbritannien), den „Motorsport Race Technology of the Year“-Award der Professional MotorSport World Expo in Köln (Deutschland) sowie den „Race Powertrain of the Year”-Award des World Motorsport Symposiums des britischen Magazins Race Tech. Mit der Auszeichnung „Motorsport Moment of the Year“ durch die Autoweek wurde der ID. R in weniger als sechs Monaten zum sechsten Mal mit einem Award gewürdigt.

Freitag, 14.12.2018


GP Ice Race 2019

Der ID. R startet wieder:
Volkswagen gibt Ausblick auf zukünftige Einsätze.

 

Familientreffen in drei Generationen: Volkswagen bringt die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft des Motorsports zum Comeback des ehrwürdigen Ice Race in Zell am See. Am 19. und 20. Januar 2019 ist südlich von Salzburg (Österreich) der zukunftsweisende Volkswagen ID. R zu sehen, der mit rein elektrischem Antrieb 2018 den viel beachteten neuen Allzeit-Rekord am legendären Pikes Peak in den USA feierte. In Zell am See gibt Volkswagen zudem einen Ausblick in die nahe sportliche Zukunft des ID. R.

Mit dem Golf II GTI im Triumph-Adler-Design, anno 1986 Rallye-Weltmeister der Gruppe A, sowie dem Golf II Pikes Peak mit Bi-Motor von 1987 sind zwei wegbereitende Fahrzeuge von Volkswagen Motorsport auf der Eisrennstrecke in Aktion zu erleben. Um Ruhm und Ehre wird auch der aktuelle Polo GTI R5 kämpfen: Im Wettbewerb stellt sich das nagelneue Kundensport-Rallyefahrzeug von Volkswagen der Konkurrenz. Nicht minder prominent sind die Fahrer, die im Rahmen des Ice Race antreten werden: Pikes-Peak-Rekordfahrer Romain Dumas (F) sowie das deutsche Rallye-Ass Klaus-Joachim „Jochi“ Kleint (D), der von 1985 bis 1987 für Volkswagen beim „Pikes Peak International Hill Climb“ antrat.

In die Zukunft: der Volkswagen ID. R
Etwas mehr als sieben Minuten und siebenundfünfzig Sekunden – mit dieser Zeit hat der Volkswagen ID. R am berühmt-berüchtigten Pikes-Peak-Gipfel auf 4.302 Meter Höhe Motorsport-Geschichte geschrieben und gleichzeitig damit in die Zukunft geblickt. Als rein elektrisch angetriebener Prototyp war der ID. R schneller und besser als alle mit klassischem Verbrennungsmotor angetriebenen Fahrzeuge beim wichtigsten und prestigeträchtigsten Bergrennen der Welt vor ihm. Romain Dumas setzte am 24. Juni 2018 diesen eindrucksvollen Allzeit-Rekord am motorsportlichen Berg der Berge. In Zell am See ist der ID. R mit seinem zukunftsweisenden Antriebskonzept als Ausstellungsstück zu sehen. Zuletzt hatten das BBC Top Gear Magazine und die Auto Bild Motorsport den ID. R zum Rennwagen des Jahres gekürt, seine Antriebstechnologie heimste zudem weitere Awards ein. Der ID. R ist nicht nur Ausdruck der Zukunft, sondern hat auch im neuen Jahr spannende Erlebnisse vor sich. Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets über den zukünftigen Einsatz des Rekordhalters: „Eins steht fest: Der ID. R ist noch lange nicht reif fürs Museum. Volkswagen hat als Unternehmen eine klare Strategie für die Elektromobilität und dementsprechend möchten wir diese Zielsetzung mit unserem Motorsport-Engagement unterstützen. Es gibt schon einige interessante Ideen.“ Welchen Herausforderungen sich der ID. R im Jahr 2019 stellen wird, gibt Volkswagen beim GP Ice Race in Zell am See bekannt. 

Aus der Gegenwart: der Volkswagen Polo GTI R5
Das neue Kunden-Rallyesport-Fahrzeug von Volkswagen feierte vor Kurzem seinen  erfolgreichen Einstand. Ende Oktober bestritt der 200 kW (272 PS) starke Polo GTI R5 sein Wettbewerbsdebüt bei der Rallye Spanien. Der nach R5-Reglement für nationale, regionale und internationale Rallye-Meisterschaften entwickelte Renner beendete mit Ex-Rallye-Weltmeister Petter Solberg (N) am Steuer sein Debüt nach langer Führung auf dem Podium und gewann zudem Wertungsprüfungen sowohl auf Schotter als auch auf Asphalt. Aktuell werden die ersten 15 Exemplare des Polo GTI R5 an Rallye-Teams aus Italien, Schweden, Finnland, Paraguay, Belgien und Österreich ausgeliefert. In Zell am See wird sich der Polo GTI R5 der Konkurrenz auf der Strecke stellen.

Aus der Vergangenheit: Golf II GTI Gruppe A von 1986 und Golf II Pikes Peak von 1987
Zwei Volkswagen Golf, die im Motorsport für Aufsehen sorgten, werden in Zell am See ebenfalls in Aktion zu erleben sein. Mit dem Golf II GTI sicherte sich Kenneth Eriksson (S) im Jahr 1986 den Rallye-WM-Titel in der Gruppe A – dem Vorläufer der heutigen Rallye-WM-Topkategorie. Sein etwas wilderer Bruder, der Golf II Pikes Peak mit Bi-Motor, sorgte beim legendären Pikes-Peak-Bergrennen 1987 für Furore. Jochi Kleint lag mit dem rund 441 kW (600 PS) starken Bi-Motor-Golf bis zur Zwischenzeit und wenige Meter vor dem Ziel vorn, musste aber wegen eines Defekts in der Radaufhängung mit der karierten Flagge in Sichtweite aufgeben. 31 Jahre später beglich Volkswagen mit dem ID. R diese offene Rechnung eindrucksvoll.

Donnerstag, 06.12.2018


Culture Clash.

 

Zwei Meter und 35 Zentimeter. Das sind die Maße, mit denen der ID. R auf der Essen Motor Show Furore macht – mit dem wohl breitesten Heckflügel auf diesem PS-Festival. Und mit seinem reinen E-Antrieb sorgt er für einen wahren Kulturschock im Mekka der Gemeinde hochgetunter Verbrennungsmotoren. Beobachtungen und Gespräche rund um den ungewöhnlichsten unter vielen ungewöhnlichen Sportwagen.

Der Mann quert schnurstracks Halle drei. Sein Ziel: Stand 3A43 der Essen Motor Show. Das ist weder die größte noch die auffälligste Hersteller-Präsenz auf dem kreischenden, poweresken PS-Festival. Sondern eher klein, eher Understatement. Der Mann, der da auf den Auftritt von Volkswagen R zusteuert, trägt Beanie. Hornbrille. Kapuzen-Sweater. Die Geldbörse in seiner Gesäßtasche ist mit einer langen, groben Kette gesichert. Lässige Streetwear. Der Mann ist gekommen, um den Volkswagen ID. R auszuchecken. Dieser Mann – es ist Titus Dittmann. Deutscher Skateboard-Pionier und wahrlich -Legende, dazu durch und durch Motorsport-verrückt. Titus Dittmann ist 70 Jahre alt und wenn man so mag: erfahrenes Semester mit jugendlichem Geist und Herzen. Er ist nicht zufällig hier. E-Mobilität auf die Spitze getrieben – das möchte er in Ruhe studieren, live und in Farbe gesehen haben. Dittmann umrundet den lichtgrauen, wegweisenden Volkswagen ID. R, Mittelpunkt und ganzer Stolz des Messeauftritts, Marke Volkswagen. Zollt lässig Anerkennung.

 

Dieser ID. R auf der Essen Motor Show – er ist eine Provokation. Das Auto mit dem breitesten Heckflügel auf Europas größter Tuning-Messe und damit designierter Publikumsliebling ist ausgerechnet ein rein elektrisch angetriebener Sportwagen. Die Besucher, sie sind anderes gewöhnt. Und der ID. R? Keine Flammen schlagen aus seinem Auspuff. Es kracht und donnert nicht, wenn er losfährt. Würde man ihn „in Action“ erleben, wäre das feine, sensible Gehör gefragt. Und ließe man sich darauf ein, man würde die Reifen auf dem Asphalt arbeiten hören, den Antriebstrang. Keine Schaltvorgänge, nur ein schier unfassbares Drehmoment in allen Lebenslagen. So groß, dass die Elektronik die Power nur auszugsweise zur Verfügung stellt, um Bauteile zu schonen.

 

"Waaaahnsinn" ist das geflügelte Wort

Und dann dieses immense Flügelwerk. Eine „Theke“ vorn tief, eine „Theke“ hinten hoch, um im Fachjargon dieser speziellen Essener Leistungsschau zu bleiben. Die gesamte Gestalt des Prototyps schreit förmlich: Anpressdruck! Downforce! Gemacht, um in den enormen Höhen, in der dünnen Luft am Pikes Peak den prestigeträchtigsten Rekord aller Bergrennen zu holen. Dort, wo Walter Röhrl vom Rallye-Helden zur Motorsport-Legende wurde. Dort, wo Sébastien Loeb einen mythischen Fabelrekord hielt, Nimbus: unschlagbar. Bis er kam: der ID. R. „Kraaaasssss“, hört man am häufigsten. Wohlwollendes Nicken mit geschürzten Lippen allenthalben. „Waaaahnsinn“ – ist das zweite „geflügelte“ Wort.

Finden das Konzept des ID. R spannend: Messebesucher Alexsandro (l.) und Alexander

 

Die Geschichte des ID. R ist genau das: krass, der reine Wahnsinn. Allzeit-Rekord am Pikes Peak. Mit dem ersten rein elektrisch angetriebenen Rennfahrzeug, das schlicht schneller, besser ist als jeder noch so PS-starke Verbrenner vor ihm. Der Sébastien-Loeb-Rekord im Monster-Peugeot? Schlichtweg pulverisiert. Der neue „King of the Mountain“ ist Romain Dumas. Und das „Rennauto des Jahres“ der ID. R – vor dem ersten Publikumstag auf der Essen Motor Show vom Magazin Autobild Motorsport genau dazu feierlich gekürt, ebenso vom BBC-Top-Gear-Magazin aus Großbritannien. Die Geschichte des ID. R hat sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen. Und genau deshalb sind sie hier: Alexsandro aus Puttlingen und Alexander aus Siersburg. Die Freunde besuchen die Essen Motor Show.

 

Begeisterung für Elektromobilität auf der Tuning-Messe
Sie hätten die Fahrt des ID. R am Pikes Peak verfolgt, sagen sie. Sie kennen die Videos. „Der Antritt ist ja Wahnsinn“, sagt Alexander und deutet in Richtung des Bildschirms, auf dem die Rekordfahrt von Romain Dumas rauf und runter läuft. „Das zeigt, was mit E-Mobilität heute alles möglich ist.“ Berührungsängste mit der neuen Technik? Kennt der 26-Jährige nicht. „Ich verfolge auch die Formel E regelmäßig. Passt ja in die Zeit.“ Alexsandro pflichtet ihm bei. „Es ist ja einfach Tatsache, dass der Verbrenner im direkten Vergleich mit E-Antrieb keine Chance hat, hat man ja am Pikes Peak gesehen“, so der 23-Jährige. Auch für den Alltag wäre ein rein elektrisch angetriebenes Auto nicht verkehrt, findet Alexander. „Habe ich mir schon überlegt“, sagt er. „Für die Strecke zwischen Zuhause und Arbeit würde es passen.“

Bewunderung für die herausragende Technologie: Motorsport-Fans Dirk (l.) und Eckhard

 

Andere sind da eher skeptisch. Eckhard, 62, und Dirk, 58, aus Nordhorn beispielsweise. Auch wenn der ID. R ihre Hochachtung genießt. „Die Beschleunigung ist ja enorm“, sagt Dirk, der wie Eckhard über Jean Pierre „JP“ Kraemer auf das Pikes-Peak-Projekt von Volkswagen aufmerksam geworden ist. „Ich bin mal einen e-up! gefahren – das Drehmoment ist schon klasse“, ergänzt Eckhard. „Mit solchen Projekten wie am Pikes Peak bringt man die Elektromobilität ins Gespräch.“ Auch wenn die noch junge Technik einige zusätzliche Entwicklungsschritte zu nehmen hätte. „Wir haben uns schon auf dem Weg hierher im Auto darüber unterhalten“, sagt Dirk. „Sicher gut für die Stadt. Für mich käme das wegen der Reichweite nicht infrage, denn ich fahre zu viele Kilometer.“ Und da wäre noch eins: „Wir verfolgen viel Formel 1, DTM und Motorrad-Rennen, E ist nicht dabei“, gibt Dirk zu. „Elektroautos sind zwar richtig schnell, aber der Sound ist nichts für mich.“ „Die Form des Autos ist einfach stark, wunderschön“, schickt Eckhard noch hinterher. Auch klassisch, wie einst bei Langstreckenrennen. Trotz Skepsis überwiegt die Bewunderung für ein herausragendes Stück Technologie.

 

Der ID. R stiehlt die Show
Und so gewinnt der ID. R auf der Essen Motor Show stetig Bewunderer dazu. Die Technik fasziniert, die Aerodynamik sowieso. „Schau mal“ hier. „Das musst Du gesehen haben“ dort. Dabei ist der ID. R nicht allein. Mit ihm auf Stand 3A43 steht das Polo R Supercar aus der Rallycross-WM, immerhin mit vier WM-Titeln geschmückt. Und mit 570 PS. Dabei krachend laut. Gemeinsam sind sie zwei der stärksten jemals von Volkswagen für den Motorsport gebauten Autos. Und doch stiehlt das eine dem anderen deutlich die Schau. Und das hier, wo PS, Tempo, Sound und Schnelligkeit die Währungen sind. Der ID. R überstrahlt alles. Trotz – oder vielleicht doch wegen – des Kulturschocks?

Freitag, 30.11.2018


ID. R

Elektrisiert ein breites Publikum:
Volkswagen ID. R zweimal zum „Rennwagen des Jahres“ gekürt


Atemberaubender Allzeit-Rekord beim legendären Bergrennen am Pikes Peak mit zukunftsweisendem, rein elektrischem Antrieb, dazu spektakuläre Optik inklusive – der Volkswagen ID. R Pikes Peak erfüllt bereits viele Superlative. Nun ist der 500 kW (680 PS) starke Sportwagen-Prototyp gleich zweimal zum „Rennwagen des Jahres“ gekürt worden – vom deutschen Fachmagazin Auto Bild Motorsport und vom britischen BBC Top Gear magazine. Damit folgte dem Erfolg auf der Rennstrecke nun die doppelte Ehrung durch zwei renommierte und reichweitenstarke Zeitschriften.

Romain Dumas (F) hatte mit dem ID. R Ende Juni beim „Race to the Clouds“ am Pikes Peak mit 7:57,148 Minuten den bis dato gültigen Gesamtrekord für die 19,99 Kilometer lange und extrem fordernde Bergrennstrecke um 16 Sekunden unterboten und weltweit für Aufsehen gesorgt. Der ID. R war damit das erste rein elektrisch angetriebene Rennfahrzeug, das den sportlichen Vergleich mit Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor für sich entschied. Der ID. R gilt als der motorsportliche Vorreiter der ID. Familie von Elektrofahrzeugen, die Volkswagen bereits 2019 auf die Straße bringt.

„Mit dem ID. R wollten wir zwei Dinge erreichen. Einen neuen Rekord am Pikes Peak setzen und dazu aufzeigen, wie dynamisch, emotional und leistungsstark Elektromobilität sein kann“, so Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets, der am Freitagabend den Preis von Auto Bild Motorsport bei der feierlichen Gala während der Essen Motor Show in Empfang nahm. „Unsere Erwartungen an das sportliche Ergebnis haben wir weit übertroffen und die schnellste Fahrt zum Pikes Peak in der Geschichte des Rennens absolviert. Aber dass nun zwei populäre Magazine aus Deutschland und Großbritannien diese Leistung würdigen und den ID. R zum Rennwagen des Jahres küren, unterstreicht, dass wir auch kommunikativ unser Ziel erreicht haben. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnungen.“

„Meilenstein der Technik“, „vollkommen und durchdacht“ – viel Lob für den ID. R

In ihrer Begründung für die Wahl zum „Rennwagen des Jahres“ sparte die Redaktion von Auto Bild Motorsport nicht mit Lob: „Er ist der schnellste Bergrennwagen, der je gebaut wurde – und gleichzeitig ein neuer Meilenstein der Technik.“ Das britische BBC Top Gear magazine stellte ebenfalls das innovative Konzept in den Vordergrund. „Elektrisch angetrieben, um dem Sauerstoffmangel zu trotzen und das unmittelbare Drehmoment zu erzeugen, das man für eine Beschleunigung auf Teleportations-Niveau braucht. So vollkommen und durchdacht ist der ID. R nun das Musterbeispiel für Erfolg am Pikes Peak“, schreibt das BBC Top Gear magazine.

Vom 30. November bis zum 09. Dezember ist der ID. R Pikes Peak für Besucher der Essen Motor Show, Europas führender Messe für sportliche Fahrzeuge, live am Volkswagen Stand (Halle 3, Stand 3A43) zu sehen.

Sonntag, 21.10.2018


UEFA Nations League

Schneller „Balljunge“: Mini-Version des Volkswagen ID. R beim Spiel Frankreich–Deutschland.

 

Kurzer Ballbesitz – aber vor dem Anpfiff: Der Volkswagen ID. R hatte beim Länderspiel zwischen Frankreich und Deutschland in der UEFA Nation League einen besonderen Auftritt. Eine ferngesteuerte Miniatur-Version des Pikes-Peak-Rekordhalters im Maßstab 1:5 brachte den offiziellen Ball zum Anstoß der Partie. Originalgetreu mit Elektro- und Allrad-Antrieb. Auch das Original-Fahrzeug, mit dem Romain Dumas (F) am 24. Juni Motorsport-Geschichte geschrieben und mit dem rein elektrisch angetriebenen Fahrzeug die Allzeit-Bestmarke beim härtesten Bergrennen der Welt auf 7.57,148 Minuten verbessert hatte, war im Stade de France in Paris zu sehen. Volkswagen ist offizieller Partner der französischen Nationalmannschaft.

Mittwoch, 12.09.2018


Pikes Peak International Hill Climb

I.D. R Pikes Peak begeistert auf der Volkswagen Betriebsversammlung.

 

Großer Bahnhof bei der Betriebsversammlung im Werk Wolfsburg. Personalvorstand Gunnar Kilian, der Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh und Konzernvorstandsmitglied Oliver Blume dankten den Beschäftigten für ihren Einsatz im ersten Halbjahr 2018 und warfen einen Blick in die Zukunft. Im Rampenlicht stand aber auch noch ein anderer Protagonist: der Volkswagen I.D. R Pikes Peak.

 

Das batterieelektrische Rennfahrzeug, das in diesem Jahr mit seiner Rekordfahrt beim legendären Pikes-Peak-Bergrennen in Colorado Springs (USA) Geschichte geschrieben hatte, war während der gesamten Versammlung prominent ausgestellt und sowohl vor als auch nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung ein überaus beliebtes Fotomotiv bei den Mitarbeitern. Darüber hinaus waren auch einige Verantwortliche des Projektes zu Gast.

Bernd Osterloh gratulierte dem gesamten an der Rekordfahrt beteiligten Team. Persönliche Glückwünsche sowie einen Präsentkorb gab es unter großem Applaus für die anwesenden Dr. Frank Welsch, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen Pkw, Geschäftsbereich „Technische Entwicklung“, Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor, und Romain Dumas, Pilot des I.D. R Pikes Peak.

 

In den vergangenen Monaten hat Volkswagen zwei beeindruckende Rekorde mit dem I.D. R Pikes Peak aufgestellt: Am 24. Juni fuhr Romain Dumas beim Pikes Peak International Hill Climb 2018 in 7:57,148 Minuten einen neuen Allzeit-Rekord. Nur drei Wochen später erzielte der 40-Jährige beim Goodwood Festival of Speed im Süden Englands in 43,86 Sekunden einen neuen Elektro-Rekord.

Montag, 27.08.2018


Pebble Beach Concours d’Elegance

I.D. R Pikes Peak fasziniert Besucher in Kalifornien.

 

In Pebble Beach (USA) hat der rein elektrische Volkswagen I.D. R Pikes Peak die Blicke auf sich gezogen. Bei der 67. Ausgabe des Concours d’Elegance zwei Autostunden südlich von San Francisco wurden zahlreiche außergewöhnliche historische Automobile und innovative Konzeptfahrzeuge präsentiert. Unter ihnen war auch der Rennwagen, der in den USA am 24. Juni 2018 Geschichte geschrieben hat. Zwei Monate nach seiner historischen Rekordfahrt beim Pikes Peak International Hill Climb kehrte der I.D. R Pikes Peak erstmals in die Vereinigten Staaten zurück und war eine der Hauptattraktionen.

Der Concours d’Elegance ist die weltweit berühmteste Veranstaltung dieser Art und bildet den Höhepunkt der Pebble Beach Automotive Week. Das historische Event, das seit 1950 alljährlich am 18. Loch des Pebble Beach Golf Links bei Monterey im US-Bundesstaat Kalifornien veranstaltet wird, wurde nicht zufällig gewählt: Nachdem im vergangenen Jahr der Elektro-Bulli I.D. BUZZ für Aufsehen gesorgt hatte, stand in diesem Jahr der I.D. R Pikes Peak im Mittelpunkt. Der 500 kW (680 PS) starke Elektrorennwagen ist der sportliche Vorbote der I.D. Familie – der Baureihe rein elektrisch angetriebener Serienfahrzeuge, die Volkswagen ab dem Jahr 2020 auf den Markt bringen wird.

Donnerstag, 23.08.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Dr. Frank Welsch: „Der Erfolg am Pikes Peak hat langfristige Bedeutung.“

 

Herr Dr. Welsch, am Wochenende wird der I.D. R Pikes Peak beim berühmten Concours d’Elegance im US-amerikanischen Pebble Beach einer der Stars sein. Wie beurteilen Sie – mit einigen Wochen Abstand – die Rekordfahrt am Pikes Peak?

Ich bin nach wie vor sehr stolz auf die fantastische Leistung des gesamten Volkswagen Motorsport Teams. Und es stimmt: Erst mit ein wenig Abstand wird das Ausmaß dieses Erfolges greifbar. Das Projekt war zeitlich sehr komprimiert, die ganze Entwicklung lief innerhalb von wenigen Monaten ab, das Rennen selbst dauerte keine acht Minuten – aber der Erfolg hat langfristige Bedeutung. Der Sieg eines Elektro-Rennwagens im Wettbewerb mit konventionellen Antrieben hat für mich eine bahnbrechende Dimension, ähnlich wie der Allrad-Antrieb im Rallyesport.

 

Am Pikes Peak wurde nicht nur ein motorsportlicher Sieg und Rekord eingefahren. Wie ordnen Sie die Leistung in ihrer Gesamtbedeutung für Volkswagen ein?

Volkswagen verfolgt eine klare E-Strategie und bringt ab 2020 unter dem Namen I.D. eine ganze Produktfamilie rein elektrischer Fahrzeuge auf den Markt. Der I.D. R Pikes Peak ist der sportliche Vorbote dieser neuen Fahrzeuggeneration und unterstreicht nicht nur unser klares Bekenntnis zur Elektro-Mobilität, sondern auch die enorme Leistungsfähigkeit, die der E-Antrieb in Zukunft bieten kann.

 

Hatte die Entscheidung, mit dem neu entwickelten I.D. R Pikes Peak beim Pikes Peak International Hill Climb zu starten, auch strategische Gründe?

Ja! Es ist das berühmteste Bergrennen der Welt. Der Name reiht sich nahtlos ein in die Riege vieler anderer legendärer Orte des Motorsports – etwa Le Mans, Monte Carlo oder Daytona. Diese Herausforderung, bei einem derart bekannten Rennen erstmals mit einem rein elektrischen Rennwagen zu starten, hat uns natürlich gereizt. Und auch die Tatsache, dass wir dort nur einen einzigen Versuch hatten. Es gibt keinen zweiten Lauf, keine Boxenstrategie, um zwischendurch irgendetwas anzupassen. Nein, alles musste auf den Punkt da sein – für Entwickler eine tolle Aufgabe.

Stichwort „Entwickler“: Wie viel Freiraum ließ Ihnen das Reglement?

Das war das Spannende und gleichzeitig das Spektakuläre: Pikes Peak bietet enorme Möglichkeiten, weil das Reglement kaum einschränkt. Besonders in der Klasse der Prototypen. Wir waren auf uns gestellt, unsere Ingenieure trafen auf ein großes weißes Blatt Papier. Konkret auf das Rennen bezogen hieß das: Was ist wichtig? Spielt möglichst wenig Gewicht eine zentrale Rolle? Und wie groß und wie schwer dürfen demnach die Akkus sein? Bei Letzterem galt es, einen idealen Kompromiss zwischen Reichweite und optimaler Leistung zu finden. Dazu kamen die aerodynamische Abstimmung und die große Höhe, in der das Rennen stattfand – alle diese Faktoren spielten zusammen und mussten berücksichtigt werden. Es war ein großes Experimentierfeld und Entwicklungslabor. 

 

E-Mobilität wird häufig „vorgeworfen“, wenig Emotionen zu transportieren. Kann ein Erfolg wie am Pikes Peak daran etwas ändern?

Der Motorsport dient seit jeher als Versuchslabor für künftige Technologien und weckt Emotionen und Begeisterung bei Fans und Akteuren gleichermaßen. Der I.D. R Pikes Peak ist das beste Beispiel: Sein außergewöhnliches Design, die zukunftsweisende Technik und seine enorme Performance lassen die Herzen vieler Fans höherschlagen. In der Autostadt habe ich das Rennen gemeinsam mit mehr als 500 Motorsport-Fans im Livestream verfolgt; das war Spannung und Emotion pur. Und das strahlt natürlich auf unsere künftige I.D. Familie ab.

 

Was bedeutet das Projekt für die I.D. Familie im Hinblick auf den Technologietransfer?

Grundsätzlich gibt es einen engen Wissensaustausch zwischen der Serienentwicklung und den Kollegen vom Motorsport. Ein paar konkrete Beispiele, bei der die Entwicklung des I.D. R Pikes Peak wichtige Erkenntnisse für die Serie gebracht hat, sind die Strategien und Auswirkungen beim Schnell-Ladevorgang der Batterien, die optimale Steuerung der Energierückgewinnung mittels Rekuperation oder die Herstellung ultraleichter Materialien im 3D-Druck-Verfahren, die teils extremer Belastung standhalten mussten.

Wie lief der Wissensaustausch in der Praxis ab?

Im Bereich der Hochvolt-Technologie konnten die Motorsport-Kollegen vom Know-how der Fachabteilungen für E-Mobilität in Wolfsburg und in Braunschweig profitieren – beispielsweise in der Konzeptionierung der Batteriemodule oder bei der Abschirmung hochempfindlicher Signalleitungen im mehrere Hundert Volt starken Hochspannungsumfeld des I.D. R Pikes Peak. Auf der anderen Seite gab es von den Kollegen aus Wolfsburg reges Interesse an dem Einsatz und der Haltbarkeit der ultraleichten Kohlefaser-Kevlar-Karosserie des Rennwagens.  

 

Wie sieht Ihrer Meinung nach die Zukunft des Motorsports mit Elektro-Antrieb aus?

Für Volkswagen war das Rennen am Pikes Peak ein sehr erfolgreicher Einstieg in den Motorsport mit E-Antrieb, und wir haben noch viele Ideen für weitere Einsätze des I.D. R Pikes Peak. Darüber hinaus beobachten wir seit einiger Zeit die Möglichkeiten, die sich für elektrische Rennfahrzeuge bieten, wie zum Beispiel in der FIA Rallycross-Weltmeisterschaft, in der elektrisch angetriebene Rennwagen an den Start gehen sollen. Welche Herausforderungen Volkswagen hier als Nächstes annimmt, bleibt hoch spannend.

Dienstag, 21.08.2018


Pebble Beach Concours d’Elegance

California Dreamin’ – mit dem Volkswagen I.D. R Pikes Peak.

 

Zwei Monate nach seiner historischen Rekordfahrt beim Pikes Peak International Hill Climb kehrt der I.D. R Pikes Peak erstmals in die Vereinigten Staaten zurück: Der erste rein elektrisch angetriebene Rennwagen von Volkswagen wird am 26. August beim Pebble Beach Concours d’Elegance präsentiert. Die weltweit berühmteste Veranstaltung dieser Art ist eine einzigartige Ausstellung – sowohl für außergewöhnliche historische Automobile als auch für innovative Konzeptfahrzeuge. Sie bildet den Höhepunkt der Pebble Beach Automotive Week, die in diesem Jahr vom 21. bis 26. August stattfindet.

 

Das historische Event, das seit 1950 alljährlich am 18. Loch des Pebble Beach Golf Links bei Monterey im US-Bundesstaat Kalifornien veranstaltet wird, ist nicht zufällig gewählt: Vor einem Jahr wurde an selber Stelle der I.D. BUZZ präsentiert. In diesem Jahr steht der 500 kW (680 PS) starke I.D. R Pikes Peak im Mittelpunkt. Er ist der sportliche Vorbote der I.D. Familie, der Baureihe rein elektrisch angetriebener Serienfahrzeuge, die Volkswagen ab 2020 auf den Markt bringen wird.

 

Mit dem I.D. R Pikes Peak hat Volkswagen bereits zwei beeindruckende Rekorde aufgestellt. Am 24. Juni fuhr Romain Dumas beim Pikes Peak International Hill Climb 2018, dem berühmtesten Bergrennen der Welt, in 7:57,148 Minuten einen neuen Allzeit-Rekord. Nur drei Wochen später fuhr der 40-Jährige beim Goodwood Festival of Speed im Süden Englands in 43,86 Sekunden einen neuen Elektro-Rekord.

 

Neben dem I.D. R Pikes Peak wird beim Concours d’Elegance ein weiterer Volkswagen Neuling ausgestellt: der Volkswagen Atlas Tanoak. Der erste Pick-up auf MQB-Basis wird bereits im Rahmen der Pebble Beach Automotive Week am 22. August beim McCall’s Motorworks Revival statisch präsentiert und in den darauffolgenden Tagen gemeinsam mit dem Volkswagen Atlas Cross Sport auf dem 17-Mile Drive, der Küstenstraße der Monterey-Halbinsel, unterwegs sein. Beide Modelle feierten erst im Frühjahr auf der New York Auto Show ihre Weltpremiere. Auch die Führungsetage von Volkswagen ist in Pebble Beach vertreten: Hinrich J. Woebcken, CEO Volkswagen Nordamerika, und Designchef Klaus Bischoff werden den Journalisten für Interviews zur Verfügung stehen.

Freitag, 17.08.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Erfolgsfaktoren für den I.D. R Pikes Peak:
Gewicht sparen durch Stromerzeugung an Bord.

 

Bei einem rein elektrisch angetriebenen Rennwagen wie dem Volkswagen I.D. R Pikes Peak ist das Gewicht der Batterie von besonderer Bedeutung: Sie ist das schwerste Einzelbauteil – je höher ihr Gewicht, desto geringer die Performance des Autos. Logisch, dass die Ingenieure von Volkswagen Motorsport beim Rekordfahrzeug die Akkus so klein und damit so leicht wie möglich auslegten. Neben der fortschrittlichen und gewichtssparenden Lithium-Ionen-Bauweise setzten sie dabei auf eine Technologie, die bei zahlreichen Serienmodellen mit Elektroantrieb eingesetzt wird: Rekuperation.

 

Ein möglichst hoher Anteil der beim Bremsen erzeugten Energie wird bei einem Auto mit konventioneller Antriebstechnik in Wärme umgewandelt und geht somit verloren. Beim Elektro-Fahrzeug soll dieser Anteil in die Batterie-Pakete zurückfließen. Der I.D. R Pikes Peak erzeugt also einen Teil der elektrischen Energie für die beiden zusammen 500 kW (680 PS) leistenden Motoren selbst. „Entsprechend kleiner konnten wir die Batterien dimensionieren und so das Fahrzeuggewicht mit Fahrer deutlich unterhalb von 1.100 Kilogramm halten“, erläutert Piotr Wrzuszczak, Leiter Forschung und Entwicklung Konzepte bei Volkswagen Motorsport.

 

Mit Rekuperation hatten die Ingenieure bei Volkswagen Motorsport bis dato allerdings keine Erfahrung. Unterstützung bekamen sie deshalb von den Fachabteilungen für E-Mobilität des Mutterkonzerns in Wolfsburg und dem Volkswagen Vorseriencenter (VSC) in Braunschweig. „Die Kooperation mit den Kollegen aus der Serienentwicklung hat uns sehr geholfen und viel Zeit gespart“, sagt Wrzuszczak.

Golf GTI TCR Tourenwagen als Entwicklungsträger 

Gewissermaßen als Fingerübung stattete Volkswagen Motorsport zunächst einen Golf GTI TCR aus dem Tourenwagensport mit dem elektrischen Antriebsstrang aus. Dieser Versuchsträger diente auf dem Volkswagen Testgelände in Ehra-Lessien als rollendes Labor. Im Mittelpunkt stand dabei auch die Rekuperation. „Weil wir nicht auf der originalen Rennstrecke am Pikes Peak testen konnten, haben wir die mit dem umgebauten TCR-Rennwagen gewonnenen Daten mit denen verglichen, die wir im Simulator bei Volkswagen Motorsport erarbeitet hatten. Im Computer hatten wir nämlich die komplette Strecke als Modell“, beschreibt Wrzuszczak.

 

Anhand der Simulationen wurde auch die wichtige Frage geklärt: Welchen Anteil der während des Rennens benötigten Energie sollen die Bordsysteme des I.D. R Pikes Peak erzeugen? Ein hoher Prozentsatz erfordert große Generatoren, ein niedriger entsprechend große Batterien – beides bedeutet zusätzliches Gewicht an Bord. „Wir haben schließlich einen Wert von 20 Prozent als ideal ermittelt“, blickt Wrzuszczak zurück.

Rekuperation darf Fahrgefühl nicht beeinträchtigen 

Auch an einer weiteren Herausforderung wurde sowohl im Simulator als auch bei Testfahrten geforscht. Egal ob Rennwagen oder Serienfahrzeug: Der Fahrer soll vom Vorgang des Rekuperierens möglichst wenig bemerken, jeder Bremsvorgang muss sich identisch anfühlen. Entscheidend dafür ist die Balance aus mechanischer Bremse und der Bremswirkung der Elektromotoren, die beim Verzögern als Generator arbeiten. 

 

„Das Zusammenspiel von Bremse und Rekuperation wird im I.D. R Pikes Peak vom Bordcomputer gesteuert“, erläutert Wrzuszczak. Die Zielsetzung beim Rennfahrzeug ist viel extremer als bei einem Serienauto, die Software arbeitet entsprechend aggressiver. Aber auch im Serienfahrzeug geht es um das optimale Bremsgefühl für den Fahrer, die Nutzung von Phasen des sogenannten Segelns und eine möglichst effektive Aufladung der Batterie ohne Spannungsspitzen.

 

„Ein Faktor war beispielsweise das Begrenzen der Rekuperation bei voll geladener Batterie im Rennfahrzeug direkt nach dem Start“, ergänzt Wrzuszczak. Auch das Energiemanagement gegen Ende des 19,99 Kilometer langen Rennens war eine komplexe Aufgabe: Bei einem Rennauto mit Verbrennungsmotor ist es aus Gewichtsgründen ideal, mit fast leerem Tank ins Ziel zu kommen. „Beim I.D. R Pikes Peak war die Aufgabenstellung anders“, sagt Wrzuszczak. „Nahezu entladene Batterien geben ihre Leistung nicht mehr optimal ab. Unsere Strategie war daher, auch kurz vor dem Ziel den Ladezustand nicht unter 30 Prozent sinken zu lassen.“

Dienstag, 14.08.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Erfolgsfaktoren für den I.D. R Pikes Peak: 4.000 Kilometer Testfahrten.

 

Nach exakt 7:57,148 Minuten war alles vorbei. Der I.D. R Pikes Peak durchbrach mit Romain Dumas am Steuer die Lichtschranke im Ziel des berühmtesten Bergrennens der Welt. Ein Rekordsprint über 19,99 Kilometer, dem zahlreiche Tests über insgesamt rund 4.000 Kilometer vorausgegangen waren – verteilt auf sechs Monate. 

 

Nachdem im September 2017 der Startschuss zum Projekt I.D. R Pikes Peak gefallen war, entstand in der Entwicklungsabteilung von Volkswagen Motorsport der erste rein elektrisch angetriebene Rennwagen der Marke zunächst am Computer. Um die Zeit bis zur Fertigstellung des I.D. R Pikes Peak zu nutzen, bauten die Techniker einen Golf GTI TCR aus der Tourenwagen-Abteilung von Volkswagen Motorsport auf Elektroantrieb um. „Mit diesem Fahrzeug haben wir im Januar 2018 rund 15 Tage auf dem Volkswagen Testgelände in Ehra-Lessien Daten gesammelt. Dass wir das Gelände nutzen durften, war eine große Hilfe“, beschreibt Fabrice van Ertvelde, Projektingenieur für den I.D. R Pikes Peak bei Volkswagen Motorsport.

 

Volkswagen Entwicklungsfahrer Dieter Depping spulte am Steuer des Elektro-Rennwagens in Ehra-Lessien Kilometer um Kilometer ab. „Dabei ging es um Grundlagenforschung“, erläutert van Ertvelde. „Der Elektroantrieb war für Volkswagen Motorsport ein neues Betätigungsfeld. Wir mussten verstehen, wie die einzelnen Komponenten in einem Rennfahrzeug zusammenwirken und welche Konfiguration optimal sein würde.“

Rollout im Anschluss an die Weltpremiere 

Einen Meilenstein passierte Volkswagen Motorsport am 22. April 2018 – der I.D. R Pikes Peak wurde auf der Rennstrecke am Rande der südfranzösischen Stadt Alès offiziell präsentiert. „Nach dem Rollout haben wir dort vier Tage lang getestet“, rekapituliert van Ertvelde. Dabei ging es den Ingenieuren vor allem darum, unterschiedliche Abstimmungen von Fahrwerk und Aerodynamik auszuprobieren. Denn Alès ist die Hausstrecke von Romain Dumas. Dort hatte sich der 40-Jährige auch vor seinen drei bis dato errungenen Siegen am Pikes Peak vorbereitet. „So konnten wir die mit dem I.D. R Pikes Peak ermittelten Werte sehr gut mit Romains Daten vergleichen“, sagt van Ertvelde.

 

In der folgenden Phase waren die Motorsportler erneut häufig auf dem Volkswagen Prüfgelände in Ehra-Lessien zu Gast. Weil Dumas’ Terminkalender mit Renneinsätzen dicht gefüllt war, übernahm Depping einen großen Teil der Testarbeit. Auch als das Team Mitte Mai am Pikes Peak International Raceway südlich von Colorado Springs seine temporäre Basis bezog, saß vor allem der ehemalige Rallyeprofi im Cockpit des I.D. R Pikes Peak. Rund zwei Monate lang war die typisch amerikanische Rennstrecke mit großem Oval für eine rund 30 Personen starke Abordnung von Volkswagen Motorsport eine zweite Heimat. „Die Mannschaft hat in dieser Phase extrem konzentriert gearbeitet, jeder Einzelne hat unglaublich viel Motivation und Leistungsbereitschaft gezeigt. Das war beeindruckend“, blickt van Ertvelde zurück.

 

Volkswagen Pilot Dumas fährt erst im Rennen die gesamte Strecke

Zum ersten Mal auf der Originalrennstrecke am Pikes Peak konnte das Team erst Ende Mai testen, weniger als vier Wochen vor dem Rennen. Weil die öffentliche Straße auf den 4.302 Meter hohen Gipfel eigentlich Touristen vorbehalten ist, stand die Piste Volkswagen Motorsport und einigen anderen Rennteams nur an drei Tagen jeweils vor Geschäftsbeginn zur Verfügung. „Wir konnten nur zwischen 05:30 und 08:30 Uhr testen“, blickt van Ertvelde zurück.

Auch bei diesen Testfahrten teilten sich Depping und Dumas die Arbeit im Cockpit des I.D. R Pikes Peak. Doch gerade als Dumas an der Reihe war, verschlechterte sich das Wetter am Berg so sehr, dass er nur noch auf dem niedrig gelegenen Teil der Strecke unterhalb der Baumgrenze fahren konnte. „Dies führte dazu, dass Romain die Strecke vor dem Rennen nicht ein einziges Mal komplett im I.D. R Pikes Peak gefahren ist“, sagt Projektleiter van Ertvelde. Immerhin konnte Dumas auf seine Erfahrung aus sechs vorangegangenen Starts bauen – und die 19,99 Kilometer unzählige Male im Simulator bei Volkswagen Motorsport absolvieren. 

 

Wie gut die Mannschaft von Volkswagen Motorsport mit den erschwerten Bedingungen während der Entwicklungs- und Testphase zurechtkam, zeigte die 96. Auflage des Pikes Peak International Hill Climb am 24. Juni 2018 – Romain Dumas verbesserte den bestehenden Streckenrekord um mehr als 16 Sekunden und blieb in 7:57,148 Minuten als erster Fahrer in der Geschichte des berühmtesten Bergrennens der Welt unter der Acht-Minuten-Marke.

Freitag, 10.08.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Erfolgsfaktoren für den I.D. R Pikes Peak: Teamwork zwischen Motorsportlern und Technikern aus der Serienentwicklung.

 

Motorsport ist Mannschaftssport. Dabei agieren die einzelnen Mitglieder manchmal auf unterschiedlichen Spielfeldern, betreiben unter Umständen sogar eine ganz andere Sportart. Bestes Beispiel dafür ist der I.D. R Pikes Peak, mit dem Volkswagen Pilot Romain Dumas am 24. Juni 2018 in 7:57,148 Minuten einen neuen Streckenrekord beim berühmtesten Bergrennen der Welt aufstellte. An der Realisierung des Projekts waren neben Volkswagen Motorsport eine ganze Reihe von Abteilungen innerhalb des Konzerns beteiligt. „Die Hilfe der Kollegen aus der Serienentwicklung war ein entscheidender Pfeiler des Erfolges“, sagt Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets.

 

So profitierten die Motorsportler, die mit dem ersten rein elektrisch angetriebenen Rennwagen der Marke vor allem im Bereich Hochvolt-Technologie Neuland betraten, zum Beispiel vom Erfahrungsschatz der Fachabteilungen für E-Mobilität in Wolfsburg oder dem Vorseriencenter (VSC) in Braunschweig. Dort wurden unter anderem Belastungstests mit einzelnen Batteriezellen und -modulen des I.D. R Pikes Peak durchgeführt, ein Sicherheitskonzept für die Hochvolt-Komponenten erarbeitet und an der optimalen Konzeptionierung der beiden Batteriepakete an Bord geforscht. „Wir haben das umfangreiche Know-how auch genutzt, um die Abschirmung der mehrere Hundert Volt führenden Kabel des Antriebs zu den hochempfindlichen Signalleitungen der Steuerungselektronik zu erreichen“, beschreibt Ex-Formel-1-Ingenieur Willy Rampf, technischer Berater von Volkswagen Motorsport beim Projekt I.D. R Pikes Peak.  

 

Testfahrten mit Versuchsträger auf Prüfgelände in Ehra-Lessien

Als es in der Anfangsphase der Konstruktion des I.D. R Pikes Peak um Fahrversuche mit einem Versuchsträger auf Basis eines Golf GTI TCR ging, klopften die Motorsportler erneut bei den Kollegen aus Forschung und Entwicklung an. Auf dem Volkswagen Testgelände in Ehra-Lessien konnte der mit zwei Elektromotoren ausgerüstete Tourenwagen daraufhin Testrunden zur Datensammlung drehen. „Dabei haben uns Ingenieure aus der Abteilung E-Traktion und Elektrische Komponenten unterstützt“, beschreibt Volkswagen Motorsport-Direktor Smeets und betont die Begeisterung, die das Projekt konzernweit auslöste. „Es gab auf dem Prüfgelände Ehra zum Beispiel bis dato kein Ladesystem, das die erforderlichen Kapazitäten für die Batterien des I.D. R Pikes Peak zur Verfügung stellen konnte. Innerhalb von vier Tagen hat man extra für uns eine solche Anlage aufgebaut.“

Dass der I.D. R Pikes Peak schließlich in neuer Rekordzeit den Anstieg auf den 4.302 Meter hohen Gipfel bewältigte, lag auch an der fehlerfrei funktionierenden Technik des Elektro-Renners. Ein Garant war die aufwendige Qualitätskontrolle jedes einzelnen Bauteils. „Mit Komponenten eines Elektroantriebs hatten wir bei Volkswagen Motorsport bis dahin keine Erfahrung. Auch hier hat uns die Unterstützung durch die Qualitätssicherung in Wolfsburg sehr geholfen“, blickt Smeets zurück. 

 

Für eine weitere Kooperation reisten die Ingenieure von Volkswagen Motorsport zu Porsche nach Weissach. Die mit LMP1-Rennwagen vertrauten Kollegen stellten wertvolle Teststunden im Windkanal zur Verfügung und lieferten Know-how auch zur Fertigung der aus ultraleichtem Kohlefaser-Kevlar-Verbundmaterial bestehenden Karosserie des I.D. R Pikes Peak. „Wir haben bei Volkswagen den großen Vorteil, dass wir konzernweit auf Ressourcen zurückgreifen oder auch unsererseits anbieten können“, sagt Smeets.  

 

Erfahrungsaustausch in beide Richtungen

Der Wissenstransfer rund um den I.D. R Pikes Peak gestaltete sich nicht als Einbahnstraße von Forschung und Entwicklung zu den Motorsportlern. Der Austausch funktionierte ebenso in umgekehrter Richtung. „Wir sind beim I.D. R Pikes Peak eine ganze Reihe von Problemen angegangen, die auch bei elektrisch angetriebenen Straßenfahrzeugen auftreten. Unsere Lösungsansätze und Erkenntnisse aus der Praxis des Rennbetriebes teilen wir natürlich mit den Kollegen aus der Serienentwicklung“, sagt Rampf. 

 

Ein zentraler Punkt: die Strategien beim Laden der Batterien. So dauert das externe Aufladen der Batterien des I.D. R Pikes Peak nur 20 Minuten, ein bei heutigen Serienfahrzeugen noch nicht erreichter Wert. Zwar lassen sich die mit hoher Leistungsdichte ausgestatteten Batterien eines Rennfahrzeugs mit denen von aktuellen Serienfahrzeugen (hohe Energiedichte für hohe Reichweite) nur bedingt vergleichen, aber schon jetzt sind bei der Volkswagen R GmbH Performance-gesteigerte Elektrofahrzeuge ein Thema, für die neue Batterietechnologien und Steuerungsstrategien gefragt sein werden.

Elektronik des Rennwagens liefert Erkenntnisse für Serienfahrzeuge

Auch aus der Antriebstechnologie des neuen Pikes-Peak-Rekordhalters ergaben sich wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Straßenfahrzeuge. „Im I.D. R Pikes Peak sind die beiden Motoren an Vorder- und Hinterachse nicht mechanisch miteinander verbunden. Die Koordinierung geschieht rein elektronisch. Das erfordert eine sehr komplexe Steuerung“, erklärt Rampf. „Vor allem bei den extremen Fahrwerten und Kräften, die auf den I.D. R Pikes Peak einwirkten.“ 

 

Während der intensive Austausch von Wissen und Daten zwischen Volkswagen Motorsport und den Kollegen aus Forschung und Entwicklung im Laufe der Zeit zur Routine wurde, überraschte das Interesse einer kaum mit Rennsport befassten Abteilung die Motorsportler im ersten Moment. „Ich hatte eines Tages eine Anfrage von Volkswagen Nutzfahrzeuge auf dem Tisch. Deren Ingenieure baten um Informationen zur Leichtbautechnologie des I.D. R Pikes Peak“, erinnert sich Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets.

 

Doch so ungewöhnlich ist die Fragestellung gar nicht. Bei Volkswagen Nutzfahrzeuge wird künftig der I.D. BUZZ gebaut. Der Bulli mit Elektroantrieb kommt im Jahr 2022 auf den Markt und gehört zur I.D. Familie, der ersten rein elektrisch angetriebenen Baureihe von Volkswagen.

Dienstag, 07.08.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Erfolgsfaktoren für den I.D. R Pikes Peak: Tempo-Macher Dieter Depping.

 

Er ist der stille Held und heimliche Tempo-Macher des erfolgreichen Pikes-Peak-Projekts: Dieter Depping. Der Hannoveraner wirkt seit 16 Jahren als Test- und Entwicklungsfahrer von Volkswagen im Motorsport. Ohne ihn wären Erfolge wie die zwölf WM-Titel in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), zwei weitere in der FIA Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX), die drei „Dakar“-Siege mit dem Race Touareg oder zahlreiche Klassensiege beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring undenkbar. Oder wie Romain Dumas sagt: „Dieter war mein zweiter Gasfuß. Ohne ihn wäre der Rekord am Pikes Peak gar nicht möglich gewesen“.

 

„Die herausragende Arbeit, die Dieter Depping für Volkswagen Motorsport leistet, ist von unschätzbarem Wert“, so Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets. „In jedem unserer erfolgreichen Motorsport-Projekte steckt viel wertvoller Input von Dieter. Wann immer es darum geht, Neuland zu betreten, ist Dieter ein verlässlicher Test- und Entwicklungsfahrer und ein echter Erfolgsfaktor. Er hat den I.D. R Pikes Peak entscheidend mitentwickelt.“

 

Der Tempo-Macher

Wie genau macht man das, wenn es um so grundsätzlich verschiedene Kategorien des Automobilrennsports geht? „Man braucht ein Quäntchen Talent“, so Depping lachend. „Und man muss sich natürlich auf die jeweiligen Versuchsfahrten und Aufgaben konzentrieren und sich entsprechend eingewöhnen. In diesem Jahr waren das im Wechsel die Entwicklungen für den I.D. R Pikes Peak, das Polo R Supercar für die Rallycross-WM und den kommenden Polo GTI R5. Es dauert bei mir ein, zwei Runs – dann kann ich den Ingenieuren das Feedback geben, das sie brauchen.“

Vor allem der 500 kW (680 PS) starke I.D. R Pikes Peak erforderte jede Menge Anpassungsfähigkeit. „Nach 30 Jahren Motorsport mit teils sehr lautstarken Verbrennungsmotoren ist das Fahren mit Elektromotor eher geräuschlos – und damit fehlt ein wichtiger Sinneseindruck, ein Anhaltspunkt für das Timing und die Geschwindigkeit beim Fahren.“ Für den 52-Jährigen eine große Umstellung: „Man hat nur Gas, Bremse und einen einzigen Vorwärtsgang. Man braucht deshalb eine Zeit, sich an diese neue Welt zu gewöhnen. Dann macht es aber unglaublich viel Spaß.“

 

Nur zwei Fahrer haben jeweils eine komplette Fahrt mit dem I.D. R am Pikes Peak absolviert – Romain Dumas bei seiner Rekordfahrt, bei der er erstmals die gesamte Strecke mit dem Prototyp am Stück absolvierte. Und: Dieter Depping. Während der raren und kurzen Testfahrten am Pikes Peak absolvierte er eine Fahrt über die gesamte Distanz. „Bei diesem ersten Run ging es nicht um die Zeit, aber es kam eine ganz gute dabei heraus“, so Depping schmunzelnd.

Montag, 06.08.2018


Classic Days Schloss Dyck

Doppeltes Pikes-Peak-Fieber und eine Deutschlandpremiere.

 

Zweifache Faszination bei den Classic Days: Während der Volkswagen Bi-Motor-Golf II Pikes Peak von 1987 mit markantem Sound auf den Rundkurs der Racing Legends ging, feierte der 500 kW (680 PS) starke I.D. R Pikes Peak auf Schloss Dyck seine Deutschlandpremiere. Der rein elektrisch angetriebene Rennwagen hatte beim Pikes Peak International Hill Climb 2018 mit Romain Dumas (F) im Cockpit die bisherige Bestmarke für Elektro-Rennfahrzeuge getoppt und mit 7.57,148 Minuten einen neuen Allzeit-Rekord aufgestellt. Nachdem der I.D. R Pikes Peak auch beim Goodwood Festival of Speed einen neuen Elektro-Rekord eingefahren hatte, wurde er nun endlich auch in Deutschland der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Im Paddock des neuen Fahrerlagers war der Golf II Pikes Peak von 1987 bereits beim Starten der zwei Motoren ein absoluter Zuschauermagnet. Volkswagen Classic schickte den Golf mit maximal 480 kW (652 PS) zusammen mit Jochi Kleint auf den historischen Rundkurs. Kleint war 1985, 1986 und 1987 für Volkswagen Motorsport am Pikes Peak gestartet und gab zwischen den Sonderläufen auf Schloss Dyck zahlreiche Autogramme. Zudem beantwortete er viele interessierte Fan-Fragen zum Bi-Motor-Golf und zum härtesten Bergrennen der Welt.

Mittwoch, 01.08.2018


Classic Days Schloss Dyck

Volkswagen I.D. R Pikes Peak feiert Deutschland-Premiere.

 

Bühne frei für den Volkswagen I.D. R Pikes Peak: Bei den 13. Classic Days auf Schloss Dyck (3. bis 5. August) feiert das Rekordfahrzeug seine Deutschland-Premiere. Die Autostadt in Wolfsburg präsentiert bei den Classic Days den ersten rein elektrisch angetriebenen Rennwagen von Volkswagen im Rahmen ihrer Ausstellung „Passion | Pace | Performance“. Mit rund 40 Exponaten vom Bugatti der 1920er-Jahre bis zum aktuellen Volkswagen I.D. R Pikes Peak wird dabei die motorsportliche Markenvielfalt des Volkswagen Konzerns mit dem Fokus auf Historie, Gegenwart und Zukunft präsentiert. Der 500 kW (680 PS) starke I.D. R Pikes Peak ist der sportliche Vorbote der I.D. Familie, der Baureihe rein elektrisch angetriebener Serienfahrzeuge, die Volkswagen ab 2020 auf den Markt bringt.

Die Besucher der 13. Classic Days können sich auch auf den Bi-Motor-Golf „Pikes Peak“ von 1987 freuen. Der ehemalige deutsche Rallye-Profi und -Europameister Jochi Kleint startete vor 31 Jahren in diesem Golf für Volkswagen Motorsport beim Pikes Peak International Hill Climb. Auf Schloss Dyck geht Kleint mit dem 480 kW (652 PS) starken Golf für Volkswagen Classic an den Start. Bei den „Racing Legends“ lassen klassische Rennfahrzeuge auf einem 2,8 Kilometer langen Rundkurs den historischen Motorsport aufleben.

Entstanden sind die Classic Days im Jahr 2006 zur Erinnerung an den 1961 in Monza tödlich verunglückten Wolfgang Graf Berghe von Trips. Die 13. Auflage, zu der rund 40.000 Zuschauer erwartet werden, ist einmal mehr eine automobile Gartenparty und ein Motorsportfestival mit über 7.000 Oldtimern und 120 historischen Rennwagen.

Donnerstag, 26.07.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Erfolgsfaktoren für den I.D. R Pikes Peak: der Computer als wichtiger Faktor für eine Entwicklung in Rekordzeit.

 

Der Pikes Peak International Hill Climb ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Ein Grund für die Ausnahmestellung des berühmtesten Bergrennens der Welt sind die stark eingeschränkten Testfahrten. Hunderte von Runden drehen, wie es beispielsweise Formel-1-Teams auf bestimmten Rennstrecken dürfen, war für Volkswagen Motorsport bei der Entwicklung des I.D. R Pikes Peak nicht möglich. Bevor Pilot Romain Dumas in neuer Rekordzeit auf den 4.302 Meter hohen Gipfel fuhr, konnte er die Originalstrecke mit dem ersten rein elektrisch angetriebenen Rennwagen von Volkswagen nicht einmal komplett absolvieren.

„Besonders in der Anfangsphase der Entwicklung des I.D. R Pikes Peak haben wir stark auf Simulationen im Computer gesetzt“, erklärt Dr. Benjamin Ahrenholz, Leiter Berechnung/Simulation bei Volkswagen Motorsport. Der Computer kam gleich in mehreren Bereichen zum Einsatz. „Wir haben die strukturell stark belasteten Komponenten des I.D. R Pikes Peak, wie Fahrwerk, Monocoque, hinterer Hilfsrahmen und Heckflügel, durch Simulationsprogramme berechnet“, sagt Ahrenholz.

Das Ziel des sogenannten Computer-Aided Engineering (CAE) war stets dasselbe: Ein Bauteil sollte so leicht wie möglich sein, dabei aber die im Rennen auftretenden Belastungen problemlos bewältigen. Entsprechende Simulationen wurden mit der sogenannten Finite-Elemente-Methode (FEM) durchgeführt, bei der die äußerst komplexe Struktur der Komponenten des Rennfahrzeugs im Computer in eine Vielzahl kleiner Bestandteile mit berechenbarem Verhalten – die finiten Elemente – aufgeteilt wird.

Computer konstruiert optimierte Komponenten
„Auf diese Weise konnten wir simulieren, welche Komponenten des I.D. R Pikes Peak möglicherweise verstärkt werden müssen, wo wir Material und damit Gewicht einsparen können oder wo eventuell sogar die Konstruktion geändert werden muss“, beschreibt Ahrenholz. Im Bedarfsfall machte der Computer mittels Topologieoptimierung selbst Vorschläge zur verbesserten Bauform.

Dabei half dem Team von Dr. Benjamin Ahrenholz, dass die 19,99 Kilometer lange Strecke bereits weitestgehend als Computermodell vorlag. Insbesondere der obere Streckenabschnitt stellte die Ingenieure von Volkswagen Motorsport vor Herausforderungen. „Dort ist der Fahrbahnbelag so wellig, dass die Belastungen für das Fahrwerk deutlich höher sind als auf der sehr ebenen Piste im unteren Bereich der Rennstrecke“, sagt Ahrenholz. „Wir wussten vorher nicht so genau, was den I.D. R Pikes Peak im oberen Bereich erwarten würde, und haben deswegen eine gewisse Sicherheitsreserve einkalkuliert.“ Bei einzelnen Komponenten nicht ans Limit gehen – auch dies ist dank CAE-Verfahren mit wenigen Mausklicks, aber durchaus aufwendigen Neuberechnungen möglich.

Hunderte Aerodynamik-Konfigurationen im Computer getestet
Bei der Entwicklung der Aerodynamik des I.D. R Pikes Peak kam eine weitere rechnerbasierte Technologie zum Einsatz, die sogenannte Computational Fluid Dynamics (CFD, ein Teil des Computer-Aided Engineering), zu Deutsch numerische Strömungsmechanik. Dabei berechnete das Computerprogramm, wie sich selbst kleinste Veränderungen an der Karosserie und den Spoilern des I.D. R Pikes Peak auf den Widerstandsbeiwert, den Abtrieb oder auch die Anströmung von Kühlern auswirken. „Auf diese Weise haben wir Hunderte verschiedener Konfigurationen simuliert, bevor wir das erste Mal mit einem 1 : 2-Modell im Windkanal getestet haben“, blickt Ahrenholz zurück.

Spannend war für den Leiter der Abteilung Simulation/Berechnung bei Volkswagen Motorsport und seine Mannschaft der Moment, als der I.D. R Pikes Peak zum ersten Testeinsatz auf der originalen Rennstrecke im US-Bundesstaat Colorado aus dem Fahrerlager rollte. „Eine gewisse Restunsicherheit ist bei einem Rennfahrzeug, das komplett neu konstruiert wurde, immer dabei“, sagt Ahrenholz.

Mittwoch, 25.07.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Erfolgsfaktoren für den I.D. R Pikes Peak:

dank 3D-Druck zum Rekord.

 

Keine vier Wochen ist es her, dass Romain Dumas im I.D. R Pikes Peak in 7:57,148 Minuten eine neue Bestmarke beim Pikes Peak International Hill Climb aufgestellt hat. Für die Ingenieure von Volkswagen Motorsport dauerte der Kampf gegen die Uhr deutlich länger – rund acht Monate. Diese, im Rennsport extrem kurze Zeitspanne blieb den Technikern, um den ersten rein elektrisch angetriebenen Rennwagen von Volkswagen zu entwickeln.

Dass sie diese Aufgabe mit Bravour lösten, lag auch an innovativen Methoden während der Test- und Entwicklungsphase. „Als wir mit einem 1 : 2-Modell des I.D. R Pikes Peak im Windkanal waren, haben wir viel Zeit durch den Einsatz von 3D-Druck gewonnen“, erläutert Dr. Benjamin Ahrenholz, Leiter Berechnung/Simulation bei Volkswagen Motorsport. Nach seinen Aufzeichnungen testeten die Aerodynamiker mehrere Hundert verschiedene Konfigurationen für Karosseriedetails des Elektro-Rennwagens. „Für das Windkanal-Modell haben wir rund 2.000 Einzelteile im 3D-Druck hergestellt, manchmal mit mehreren Druckern gleichzeitig“, beschreibt Ahrenholz.

 

Zeitvorteil 3D-Druck
Diese Teile standen dem Team in wenigen Tagen zur Verfügung. „Bei herkömmlicher Fertigung, zum Beispiel aus Kohlefaser, hätten wir jeweils mehrere Tage oder Wochen warten müssen“, sagt Ahrenholz. Tage, die den unter Zeitdruck stehenden Ingenieuren nicht zur Verfügung standen. Zumal die Herstellung von Kohlefaser-Teilen mit aufwendigem und damit kostenintensivem Formenbau verbunden ist. Ein Vorteil des dreidimensionalen Druckverfahrens ist die Fertigung von Einzelstücken.

Gedruckte Bauteile sparen Zeit auch bei Testfahrten
Aufgrund der technischen Möglichkeiten lagen die Grenzen für die in der Entwicklungsphase des I.D. R Pikes Peak verwendeten 3D-Druck-Komponenten bei einer Kantenlänge von rund 50 Zentimetern. „Es ging zum Beispiel um Teile wie die lamellenartige obere Abdeckung der vorderen Radhäuser“, erklärt Ahrenholz. „Den großen Heckflügel des I.D. R Pikes Peak haben wir dagegen im 1 : 2-Modell aus Aluminium hergestellt.“ Die Bandbreite reichte vom nur wenige Zentimeter großen Halter für einen Sensor bis zu komplex geformten Kanälen, die Batterien und Bremsen mit Kühlluft versorgen.  

Da 3D-Drucker vergleichsweise weichen, thermoplastischen Polymer-Kunststoff verarbeiten, sind auf diese Weise hergestellte Komponenten mechanisch nicht stark belastbar. „Im Windkanal spielt dies nur eine untergeordnete Rolle“, sagt Ahrenholz. Erst die in der Testphase als ideal ermittelten Bauteile wurden anschließend aus Kohlefaser-Verbundstoff oder Metall gefertigt. Gelegentlich konnten die Ingenieure 3D-Druck-Erzeugnisse aber auch nutzen, um die Zeit bis zur Anlieferung der Endprodukte zu überbrücken. „So mussten Testfahrten nicht unterbrochen werden, nur weil ein bestimmtes Teil noch nicht fertig war, zum Beispiel eine Abdeckung für die Leistungselektronik der Batterie“, blickt Ahrenholz zurück.

Komponenten aus dem 3D-Drucker auch im Rennfahrzeug
Tatsächlich fanden sich einige im 3D-Druck gefertigte Komponenten im Rennfahrzeug wieder. Dabei handelte es sich ausschließlich um Kleinteile, deren Form mit anderen Fertigungsmethoden, wie Guss oder Laminieren, nur sehr aufwendig herstellbar gewesen wäre und deren Abmessungen keine extrem niedrigen Toleranzen einhalten mussten. Denn der im 3D-Druck verwendete Kunststoff wird erwärmt, da er für die Verarbeitung in den Druckerdüsen zähflüssig sein muss. Das auf diese Weise hergestellte Teil schrumpft beim Erkalten ein wenig, sodass sich die Endmaße, je nach Druckverfahren, nicht zu 100 Prozent exakt definieren lassen.

Daher stammten im I.D. R Pikes Peak bei der Rekordfahrt am 24. Juni 2018 nur Hilfskomponenten wie Halter für Kabel oder Schalter aus dem 3D-Drucker. Einen Anteil am Gesamtkonzept des Rekordfahrzeugs haben ohne Frage auch sie.

Dienstag, 24.07.2018


Pikes-Peak-Fieber in der Eifel.

 

Pikes-Peak-Euphorie – und kein Ende: Am vergangenen Wochenende bot das Eifel Rallye Festival in Daun dem historischen Vorgänger des I.D. R Pikes Peak, der Ende Juni beim Pikes Peak International Hill Climb einen neuen Allzeitrekord aufgestellt hat, den perfekten Rahmen, um sich gekonnt in Szene zu setzen.

Die beiden Golf, mit denen Volkswagen beim berühmtesten Bergrennen der Welt in den 80er-Jahren denkbar knapp gescheitert war, gehörten zweifellos zu den Stars im hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld der Eifel-Klassik-Rallye, die in diesem Jahr nicht von ungefähr unter dem Motto „Pikes Peak Special“ stand.

Am Steuer bei beiden Auftritten der legendären Rennfahrzeuge: niemand Geringeres als Klaus-Joachim „Jochi“ Kleint, dessen 480 kW (652 PS) leistender Bi-Motor-Golf 1987 beim bis dato letzten Versuch von Volkswagen, das „Race to the Clouds“ für sich zu entscheiden, drei Kurven vor dem Ziel in Führung liegend durch einen technischen Defekt denkbar knapp gestoppt worden war.

Umso größer war auf Seiten von Kleint die Freude, nun in der Eifel beide Autos nacheinander bei der „Festival Parade“ und auf ausgewählten Wertungsprüfungen präsentieren zu können. „Die familiäre Atmosphäre hier ist überwältigend. Erst recht, da beide Fahrzeuge erstmals überhaupt gemeinsam an einer Veranstaltung teilnehmen“, gab Kleint hinterher zu Protokoll.

In der Tat: Wo sie auftauchten, waren die legendären Pikes-Peak-Fahrzeuge aus dem Hause Volkswagen umringt von Motorsport-Fans und Rallye-Nostalgikern. Während insgesamt 40.000 Besucher an drei Veranstaltungstagen das beschauliche Eifel-Städtchen in den Ausnahmezustand versetzten, hatte Kleint vor allem ein Ziel vor Augen: „Die Autos heil zurück ins Museum zu bringen und den Leuten trotzdem eine gute Show zu bieten.“

Was beides trefflich gelang, wie nicht zuletzt die euphorische Reaktion der Rallye-Fans am Stand von Volkswagen Motorsport auf der eigens für die Veranstaltung eingerichteten Rallye-Meile in der Innenstadt zeigte.

Freitag, 20.07.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Rekordfahrt aus verschiedenen Perspektiven.

Volkswagen hat beim Pikes Peak International Hill Climb 2018 Motorsport-Geschichte geschrieben. Am 24. Juni bezwang Romain Dumas (F) im 500 kW (680 PS) starken, rein elektrisch angetriebenen I.D. R Pikes Peak die mit konventioneller Antriebstechnik fahrende Konkurrenz. Der 40-Jährige verbesserte in 7:57,148 Minuten nicht nur die bisherige Bestmarke für Elektrofahrzeuge, sondern auch den Allzeit-Rekord von Sébastien Loeb (F) aus dem Jahr 2013 – und das um gleich 16,730 Sekunden. 

Mittwoch, 18.07.2018


Goodwood Festival of Speed

Rekordfahrt beim Goodwood Festival of Speed.

Romain Dumas (F) und der Volkswagen I.D. R Pikes Peak haben die Motorsport-Welt einmal mehr begeistert. Beim Goodwood Festival of Speed gewann der Franzose im ersten rein elektrisch angetriebenen Rennwagen von Volkswagen den traditionellen Shootout und verbesserte den Rekord für Elektro-Rennwagen auf 43,86 Sekunden – 3,48 Sekunden schneller als die bis dato bestehende Bestmarke.

Anders als beim Pikes Peak International Hill Climb, bei dem der sportliche Vorreiter der rein elektrisch angetriebenen I.D. Familie von Volkswagen am 24. Juni 2018 sensationell einen neuen Allzeit-Rekord aufgestellt hatte, waren ein stehender Start, eine extrem schmale und nur 1,86 Kilometer lange Strecke und keine extreme Höhenlage.

Sonntag, 15.07.2018


Goodwood Festival of Speed

Goodwood elektrisiert.

Der nächste Rekord für den I.D. R Pikes Peak ist unter Dach und Fach. Beim Goodwood Festival of Speed stellte Romain Dumas (F) im ersten rein elektrisch angetriebenen Rennwagen von Volkswagen in 43,86 Sekunden einen neuen Elektro-Rekord auf. Nach der Rekordfahrt beim legendären Pikes Peak International Hill Climb vor gerade einmal drei Wochen verbesserte Dumas beim Goodwood Hill Climb die Bestmarke für Elektro-Rennwagen aus dem Jahr 2013 um 3,48 Sekunden.

 

„Der I.D. R Pikes Peak hat einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er ein großartiger Botschafter für unsere rein elektrisch angetriebene I.D. Familie ist“, sagte Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und Vorsitzende des Markenvorstands Volkswagen Pkw. „Mein Dank geht an das gesamte Team. Nach dem tollen Erfolg auf dem Pikes Peak haben wir in Goodwood erneut gezeigt, zu welchen Leistungen ein Elektro-Rennwagen fähig ist. Das ist eine sehr gute Vorbereitung für unsere große Elektro-Offensive, die ja im nächsten Jahr beginnt.“ 

 

Begeistert zeigte sich auch Volkswagen Fahrer Romain Dumas: „Goodwood ist ein absolut fantastisches Event und ich bin mehr als glücklich, dass wir vor so einer großartigen Kulisse gewonnen haben“, sagte der 40-Jährige nach seiner nächsten Rekordfahrt. „Die Strecke ist zwar sehr kurz, aber gleichzeitig schnell und verschmutzt und dadurch auch nicht zu unterschätzen. Es ist in jedem Fall eine große Ehre, hier in Goodwood an den Start zu gehen. Man trifft so viele fantastische Fahrer, und die Rennwagen und Motorräder stehen für ein Jahrhundert Motorsport, das ist einmalig.“

Freitag, 13.07.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Kleiner Bruder.

 

Stärke strahlt er aus mit seiner aggressiven Frontpartie und seinem großen Heckflügel, als wolle er jeden Moment angreifen. Selbstbewusst glänzt er in der Sonne. Auf 4.302 Meter Höhe. Auf dem Gipfel des Pikes Peak. Im Hintergrund die Weite der Rocky Mountains. Die perfekte Kulisse für einen besonderen Rennwagen. Wind kommt auf. Der Volkswagen mit der Startnummer 94 gerät ins Trudeln. Ein schneller Griff und schon ist der I.D. R Pikes Peak in sicheren Händen. Im Format 1 : 87 ein leichtes Spiel.

Dass sich der echte Elektro-Rennwagen nicht so einfach in die Tasche stecken lässt, hat Volkswagen gerade erst beim Pikes Peak International Hill Climb bewiesen. Der 500 kW (680 PS) starke I.D. R Pikes Peak knackte beim härtesten Bergrennen der Welt nicht nur die bisherige Elektro-Bestmarke. Der Franzose Romain Dumas fuhr in 7:57,148 Minuten auch gleich einen neuen Allzeit-Rekord ein.  

Projekt unter Hochspannung
Die Miniaturversion des ersten rein elektrisch angetriebenen Rennwagens von Volkswagen muss ohne Dumas im Cockpit und auch sonst ohne Antrieb auskommen. Dass das Modellauto rechtzeitig zum Start in Colorado fertig wurde, setzte allerdings auch die Akteure hinter dem 1 : 87-Modell unter Hochspannung. Klaus-Jürgen Glaser ist ein erfahrener Spezialist. Als Volkswagen Modellauto-Beauftragter hat er schon zahlreiche Fahrzeuge im Miniaturformat auf den Weg gebracht. Der I.D. R Pikes Peak in 1 : 87 war dennoch ein echter Pulsbeschleuniger. „Das war ein sehr eng gestricktes Projekt und wirklich tough“, sagt Glaser.

Im Februar 2018 klopften die Kollegen der Volkswagen Produktkommunikation erstmals an Glasers Tür: 750 Miniaturmodelle des künftigen Elektro-Renners sollte es geben. Der Clou: Drei verschiedene Versionen wurden angefragt – die Studie, das Testfahrzeug und das finale Renndesign. Dreimal 250 Modellautos, die vor dem Rennen am 24. Juni 2018 in Colorado fertig sein mussten. „Normalerweise beginnen wir mindestens sechs Monate, eher mehr, vor Markteinführung eines Fahrzeugs mit der Arbeit am Miniaturmodell“, betont Glaser. „Für den I.D. R Pikes Peak hatten wir kaum vier Monate Zeit. Das war sowohl von der Planung und der Produktion als auch von der Logistik her sehr herausfordernd.“

„Spannend wie ein Krimi“
Glaser legte sofort los: Angebote einholen, Lieferanten finden, die CAD-Daten der Technischen Entwicklung Volkswagen ordern, die Designer des I.D. R Pikes Peak ins Boot holen und einen Abwicklungsprozess aufsetzen. Mitte April sah Glaser das erste Muster – allerdings nur digital. Für das Arbeiten mit einem echten Muster blieb keine Zeit. Und so drehten zahlreiche Fotos, Muster und Planungen ihre Abstimmungsrunden. Diverse Musterabgleiche und Änderungsschleifen später konnte der Hersteller Spark Models mit der Produktion in China starten: Für den Körper des Rennwagens wurde eine individuelle Silikonform mit Resin-Kunstharz ausgegossen. Der Rest erfolgte in Handarbeit: Schleifen, Lackieren, Nass-Schiebebilder auftragen, Details nacharbeiten und Polieren.

„Gerade die Arbeit an der Dekoration war spannend wie ein Krimi“, erinnert sich Glaser. Diese umfasst sowohl Lackierung als auch Scheinwerfer, Rückleuchten und Details wie Startnummer oder Sponsoren-Logos. Insbesondere die Dekoration des Rennfahrzeugs war eine Herausforderung. „Zwei Kollegen aus dem Volkswagen Design haben noch vor Ort in Colorado am I.D. R Pikes Peak unter Hochdruck gearbeitet. Dann wurden immer wieder Fotos gemacht und gingen aus den USA über meinen Schreibtisch nach China.“

Punktlandung am Pikes Peak
Um die Produktion und die rechtzeitige Lieferung zu gewährleisten, musste Glaser aber einen Anpassungsstopp vornehmen. Deshalb sieht der „kleine Bruder“ des I.D. R Pikes Peak auch nicht zu 100 Prozent so aus wie sein großes Vorbild. Die 1 : 87-Variante der Rennversion ist eine Mischung aus der Studie sowie der Dekoration des Testfahrzeugs und des realen Rennfahrzeugs. Von Hand wurden die Modelle verpackt und aus dem chinesischen Zhongshan nach Colorado geschickt. Ankunft am 18. Juni, sechs Tage vor dem Rennen. Eine Punktlandung. Genau wie bei der Rekordfahrt am Pikes Peak.

Montag, 09.07.2018


Goodwood Festival of Speed

I.D. R Pikes Peak beim Goodwood Festival of Speed am Start.

 

Die Erinnerungen an den Triumph beim Pikes Peak International Hill Climb sind noch allgegenwärtig: Am 24. Juni hat Volkswagen Motorsport-Geschichte geschrieben, als Romain Dumas (F) im I.D. R Pikes Peak in 7:57,148 Minuten zu einer neuen Bestzeit beim berühmtesten Bergrennen der Welt gefahren ist. Vom 12. bis 15. Juli geht die Rekordjagd weiter: beim Goodwood Festival of Speed 2018. Das legendäre Motorsport-Event ist die weltweit größte Veranstaltung ihrer Art und feiert in diesem Jahr bereits ihren 25. Geburtstag. Mehr als 200.000 Besucher aus aller Welt werden zu dieser einzigartigen Hommage an den Motorsport im Süden Englands erwartet.

In Goodwood feiert der I.D. R Pikes Peak seine Wettkampfpremiere in Europa. Der erste rein elektrisch angetriebene Rennwagen von Volkswagen ist der sportliche Vorbote der I.D. Familie. „Ich freue mich wahnsinnig, beim Goodwood Festival of Speed wieder am Steuer des I.D. R Pikes Peak zu sitzen“, sagt Dumas. „Das Rennen auf dem Anwesen des Duke of Richmond ist ein ganz besonderer Event mit jeder Menge Tradition. In dieser tollen Atmosphäre gehen die besten Fahrer der Welt mit teils legendären Rennwagen an den Start. Der I.D. R Pikes Peak ist zwar noch sehr jung, aber mit der Rekordfahrt am Pikes Peak ebenfalls schon eine ‚lebende Legende‘.“

„Für uns ist es eine große Ehre, am Goodwood Festival of Speed teilnehmen zu dürfen“, ergänzt Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor. „Beim Gedanken an den grandiosen Erfolg am Pikes Peak bekomme ich immer noch Gänsehaut. Doch dieses Rennen ist Geschichte. Wir blicken nach vorne und freuen uns, den I.D. R Pikes Peak nun auch den europäischen Fans zu präsentieren. Unsere Marke hat sich der Elektromobiliät verschrieben und wir möchten allen zeigen, wie emotional dieses Thema sein kann, bevor ab 2020 die erste Volkswagen Baureihe mit rein elektrischem Antrieb auf den Markt kommt.“

Hügel statt Berg: Jagd auf E-Rekord in Goodwood
In Goodwood peilt Volkswagen mit dem I.D. R Pikes Peak den nächsten Rekord an: die Bestzeit für Elektrofahrzeuge. 2013 setzte Jonny Cocker (GB) im Lola-Drayson B12 69/EV in 47,34 Sekunden eine neue Bestmarke am legendären Goodwood Hillclimb. Den bis heute gültigen Allzeit-Rekord hält der ehemalige Formel-1-Pilot Nick Heidfeld (D). 1999 bewältigte er die lediglich 1,86 Kilometer lange Strecke mit einem McLaren-Mercedes MP4/13 aus der Formel 1 in 41,6 Sekunden.

Damit der Plan aufgeht, muss Volkswagen Motorsport derzeit eine logistische Meisterleistung vollbringen: Der I.D. R Pikes Peak wurde nach der Rekordfahrt beim Pikes Peak International Hill Climb schnellstmöglich für den Transport nach Europa vorbereitet und ist erst vor wenigen Tagen per Luftfracht ins Heimatquartier nach Hannover gekommen. Dort wird der Elektro-Rennwagen derzeit vorbereitet, ehe es zur neuen Herausforderung nach Südengland geht. Ein Wettlauf gegen die Zeit für das Team von Volkswagen Motorsport.

Auch der Golf Pikes Peak 1987 in Goodwood am Start
Den Besuchern des diesjährigen Goodwood Festival of Speed wird seitens Volkswagen Motorsport einiges geboten: Neben dem I.D. R Pikes Peak wird auch der Golf Pikes Peak 1987 an den Rennen auf den Goodwood-Hügel teilnehmen. Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck und Jochi Kleint sitzen abwechselnd am Steuer des rund 480 kW (652 PS) starken Bi-Motor-Rennwagens. Wie beim I.D. R Pikes Peak fiel die Wahl der Ingenieure seinerzeit auch beim aufsehenerregenden Golf auf eine Lösung mit zwei Antriebsquellen. Beim I.D. R Pikes Peak arbeiten zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von 500 kW (680 PS). Beide Fahrzeuge werden neben den Renneinsätzen auch im Fahrerlager ausgestellt und die Fahrer stehen für Gespräche und Autogramme zur Verfügung.

Freitag, 06.07.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Rekordfahrt aus der Heli-Perspektive!

Am 24. Juni hat Volkswagen beim Pikes Peak International Hill Climb Motorsport-Geschichte geschrieben. Im 500 kW (680 PS) starken, rein elektrisch angetriebenen I.D. R Pikes Peak bezwang Romain Dumas (F) die mit konventioneller Antriebstechnik fahrende Konkurrenz und verbesserte in 7:57,148 Minuten nicht nur die bisherige Bestmarke für Elektrofahrzeuge, sondern auch den Allzeit-Rekord von Sébastien Loeb (F) aus dem Jahr 2013 – und das um gleich 16 Sekunden. 

 

Zwischen Bekanntgabe des Pikes-Peak-Projekts am 18. Oktober 2017 und der Rekordfahrt am Pikes Peak lagen gerade einmal 250 Tage. Die speziellen Anforderungen an Antriebstechnologie, Batterien und Aerodynamik machen die Entwicklung des I.D. R Pikes Peak zu einem höchst ambitionierten Projekt. Umso beeindruckender ist die neue Bestmarke des Elektro-Rennwagens. Dieser hat als sportlicher Vorbote der I.D. Familie, der Baureihe rein elektrisch angetriebener Serienfahrzeuge, die Volkswagen ab 2020 auf den Markt bringt, ein starkes Zeichen in Sachen Elektromobilität gesetzt.

Montag, 25.06.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Drei Fragen an ... Romain Dumas, Fahrer I.D. R Pikes Peak.

 

7.57,148 Minuten – Volkswagen hat beim Pikes Peak International Hill Climb (USA) in eindrucksvoller Weise eine neue Bestmarke aufgestellt und ein starkes Zeichen für die Elektromobilität gesetzt. Romain Dumas (F) bezwang am Steuer des rein elektrischen I.D. R Pikes Peak die mit konventioneller Antriebstechnik fahrende Konkurrenz und verbesserte den Rekord von Sébastien Loeb (F) aus dem Jahr 2013 um 16,730 Sekunden.

Romain Dumas, wie ist das Rennen aus Ihrer Sicht gelaufen?
„Das war ein unglaubliches Rennen. Ich versuche schon seit Jahren unter acht Minuten zu bleiben. Nun hat es endlich geklappt. Ich bin schnell in den Rhythmus gekommen und hatte einen fast perfekten ersten Sektor. Im zweiten Abschnitt war es neblig und dadurch in den Kurven sehr rutschig. Ich wollte kein zu großes Risiko eingehen und habe dort einige Sekunden verloren. Im dritten Sektor kam dann Gott sei Dank wieder ein wenig die Sonne heraus und konnte noch einmal angreifen. Nach der letzten Haarnadelkurve habe ich mit dem Auto gesprochen und gesagt ‚Komm, es sind nur noch 500 Meter bis ins Ziel‘.“

Sie haben bereits dreimal am Pikes Peak gewonnen, dazu unzählige Erfolge auf der Langstrecke gefeiert, unter anderem in Le Mans. Wie ordnen Sie diesen Sieg ein?

„Sehr hoch. Jeder, der mich kennt, weiß, was mir Pikes Peak bedeutet. Mit sechs Jahren habe ich gesagt, dass ich hier einmal fahren will. Nun habe ich bereits viermal gewonnen. Das ist immer etwas Besonderes, aber in diesem Jahr sicher noch einmal spezieller, da Volkswagen einen komplett neuen Rennwagen entwickelt hat und es für mich eine Premiere in einem rein elektrischen Auto war.“

Wie beurteilen Sie die Arbeit von und mit Volkswagen?
„Ich bin sehr beeindruckt. Ein Auto, wie den I.D. R Pikes Peak, in nur acht Monaten zu entwickeln, ist eine Meisterleistung. Gratulation! Vielen Dank auch an die Mechaniker, die insbesondere in den vergangenen drei Wochen unglaublich hart gearbeitet haben, um diesen Erfolg möglich zu machen. Die Jungs haben sich eine schöne Feier und dann ordentlich viel Schlaf verdient. Und auch ich möchte am liebsten in den kommenden Wochen erst einmal nur schlafen. Ich fühle mich sehr müde, aber bin auch sehr, sehr glücklich.“ www.ppihc.org

Sonntag, 24.06.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Allzeit-Rekord!

Mit dem rein elektrisch angetriebenen I.D. R Pikes Peak hat Volkswagen beim Pikes Peak International Hill Climb Geschichte geschrieben. Romain Dumas (F) bezwang die mit konventioneller Antriebstechnik fahrende Konkurrenz im 500 kW (680 PS) starken I.D. R Pikes Peak und verbesserte nicht nur die bisherige Bestmarke für Elektrofahrzeuge, sondern auch den Allzeit-Rekord von Sébastien Loeb (F) aus dem Jahr 2013 – und das um gleich 16 Sekunden. Dumas‘ neue Bestmarke von 7.57,148 Minuten steht nun an erster Stelle der Liste von Pikes-Peak-Siegern – darunter namhafte Fahrerpersönlichkeiten wie Loeb, Walter Röhrl (D), Michèle Mouton (F), Stig Blomqvist (S), Nobuhiro Tajima (J) sowie Rod Millen und dessen Sohn Rhys (beide NZ).

 

„Der I.D. R Pikes Peak ist der sportliche Vorbote der rein elektrisch angetriebenen I.D. Familie von Volkswagen. Und heute haben wir gezeigt, was in dieser Technologie steckt“, so Dr. Frank Welsch, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen Pkw, Geschäftsbereich „Technische Entwicklung“. „Auf den heutigen Tag und dieses Ergebnis kann jeder Mitarbeiter von Volkswagen extrem stolz sein. Ich gratuliere der Mannschaft von ganzem Herzen. Mit herausragender Ingenieurskunst und leidenschaftlichem Einsatz hat das Team in nur acht Monaten einen phantastischen Rennwagen auf die Räder gestellt. Nun hat der Volkswagen I.D. R Pikes Peak die beste Zeit in der über 100-jährigen Geschichte dieses Bergrennens erzielt – das ist ein starkes Zeichen für die Elektromobilität.“

Freitag, 22.06.2018


Pikes Peak International Hill Climb

I.D. R Pikes Peak trifft I.D. BUZZ.

 

In Detroit feierte der I.D. BUZZ im Jahr 2017 seine Premiere, im mondänen Pebble Beach wurde noch im selben Jahr zur Begeisterung der Bulli-Fans die Serienproduktion für 2022 verkündet. Jetzt hat der elektrische Sympathieträger von Volkswagen die Reise nach Colorado Springs angetreten, um seinem sportlichen Bruder am Sonntag beim Rekordversuch am Pikes Peak Gesellschaft zu leisten. Dabei muss sich der I.D. BUZZ mit geplanten 275 kW (374 PS) nicht allzu weit hinter den 500 kW (680 PS) des Rennwagens verstecken.

US-Star Tanner Foust unterstützt Volkswagen Team

Mit Lokalmatador Tanner Foust kann sich die Volkswagen Mannschaft der Unterstützung eines US-Stars gewiss sein. Der Rennfahrer und Fernsehmoderator wurde rund 150 Kilometer vom Pikes Peak entfernt in Denver geboren und fährt aktuell in einem Volkswagen Beetle Supercar in der Americas Rallycross (ARX). Am Pikes-Peak-Wochenende ist der dreifache US-Rallycross-Champion und mehrfache X-Games-Gewinner auf Einladung von Volkswagen of America zu Gast. Im Jahr 2014 trat er in der TV-Show „Top Gear USA“ gegen seine Moderatorenkollegen Adam Ferrara und Rutledge Wood am berühmten Berg im US-Bundesstaat Colorado zu einem Wettbewerb an.

Alles über Hagel, Schnee und Sonne: das Wetter

Mit Spannung blicken die Teilnehmer des Pikes Peak International Hill Climb auf das Wetterradar. Nicht selten haben am dem 4.302 Meter hohen Berg Schnee, Hagel und sogar Blitzeisbildung Rekordversuche jäh gestoppt. Am Rennsonntag soll es nach aktueller Vorhersage am Gipfel bei einer Höchsttemperatur von 6 °C zunächst trocken bleiben. Erst gegen 15 Uhr wird mit vereinzelten Regenschauern gerechnet. Zu diesem Zeitpunkt hat Romain Dumas seinen Lauf im I.D. R Pikes Peak bereits absolviert – und hoffentlich den neuen Elektrorekord auf der Habenseite.

Dumas erhält familiäre Unterstützung

Am Wochenende erhält Romain Dumas Besuch von seinen Eltern. Vater Maurice und Mutter Geneviève unterstützen ihren Sohn regelmäßig vor Ort und haben für die Rekordjagd am Pikes Peak in diesem Jahr auf den Besuch in Le Mans verzichtet. Bereits im Alter von sechs Jahren teilte Dumas seinen Eltern mit, dass er Rennfahrer werden wolle, um einmal beim Pikes Peak International Hill Climb an den Start zu gehen. Maurice Dumas, bis heute selbst Rallyefahrer, ist seitdem genauso ein Unterstützer, wie Romains Mutter Geneviève, die hin und wieder selbst als Co-Pilotin ihres Mannes mitfährt.

Freitag, 22.06.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Drei Fragen an ... Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor.

 

Herr Smeets, Volkswagen kehrt 31 Jahre nach seinem letzten Start am Pikes Peak mit dem I.D. R Pikes Peak zurück. Warum mit einem Elektrorennwagen?
Unsere Marke hat sich der Elektromobiliät verschrieben und für uns ist die Teilnahme am Pikes Peak eine hervorragende Möglichkeit, diese Idee mit einem Rennwagen zum Leben zu erwecken, bevor ab 2020 die erste Volkswagen Baureihe mit rein elektrischem Antrieb auf den Markt kommt. Und natürlich gibt es da diesen Makel in unserer Geschichte mit dem Ausfall im Jahr 1987. Wir möchten zurückkommen, gewinnen und den Rekord für Elektrofahrzeuge verbessern.

Der Rekord steht derzeit bei 8:57,118 Minuten. Welche Zeit ist ein realistisches Ziel für Sie?
Jede Zeit unter 8:57 Minuten wäre ein Erfolg für uns. Wir sind durchaus optimistisch für das Rennen, müssen uns aber immer wieder vor Augen führen, dass wir nur einen einzigen Versuch haben. Alles muss auf den Punkt passen, der Fahrer, das Auto, das Wetter, einfach alles.

Was ist für Sie das Besondere am Pikes Peak International Hill Climb?

Ein solches Rennen gibt es nirgendwo sonst auf der Welt. Es ist eine öffentliche Straße, die bis auf den Rennsonntag immer für den normalen Verkehr geöffnet ist. Das bringt Herausforderungen mit sich. Training und Qualifying finden von 5.30 bis 8.30 Uhr am Morgen statt. Frühes Aufstehen ist also Pflicht. Und dann ist da natürlich noch der Berg selbst: 1.440 Höhenmeter und 156 Kurven werden auf einer Distanz von 19,99 Kilometern zurückgelegt. Das muss man selbst erleben.

Donnerstag, 21.06.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Das Fan-Fest in Colorado Springs.

 

Schauplatz Colorado Springs. In der mit rund 465.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt des Bundesstaates steht am kommenden Wochenende alles im Zeichen des Motorsports, konkret im Zeichen des Pikes Peak International Hill Climb. Bei der - nach Indianapolis 500 - ältesten Motorsportveranstaltung der USA ist in diesem Jahr auch Volkswagen wieder dabei – nach 31-jähriger Abstinenz.

Das Ziel: Am kommenden Sonntag soll Romain Dumas mit dem I.D. R Pikes Peak, dem ersten rein elektrischen Rennwagen der Marke, den Rekord für Elektrofahrzeuge knacken. Bereits zwei Tage vor dem Rennen auf den 4.302 Meter hohen Pikes Peak ist das rund 20 Kilometer entfernte Colorado Springs im Ausnahmezustand.

Alt und Jung kommen auf ihre Kosten.
Im Stadtzentrum kommen am Freitagabend rund 30.000 Motorsport-Enthusiasten zusammen, um gemeinsam zu feiern. Und feiern kann hier großgeschrieben werden. „Der Pikes Peak International Hill Climb ist das berühmteste Bergrennen der Welt und wird in diesem Jahr zum 96. Mal ausgetragen“, sagt John Suthers, Bürgermeister von Colorado Springs. „Das Fan-Fest ist ein toller Start in das Wochenende und eine große Straßenparty mit den Teilnehmern, ihren Autos und Motorrädern.“

Die Vielfalt an PS-starken Vehikeln ist riesig: Prototypen und skurrile Eigenkreationen stehen Seite an Seite mit reinrassigen Rennwagen und modifizierten Straßenautos. Ihre Besitzer haben nur ein Ziel: die 19,99 Kilometer lange Strecke auf den Pikes Peak so schnell wie möglich hochzufahren. Schon der Start des legendären Bergrennens erfolgt auf luftigen 2.862 Metern Seehöhe. Im Anschluss warten 156 Kurven, eine herausfordernder als die andere.

Stars zum Anfassen
Beim Fan-Fest geht es ruhiger, wenngleich mindestens genauso emotional zu. Hier stellen sich die „motorisierten Gipfelstürmer“ komplett in den Dienst von Autoliebhabern und allen, die Motorsportluft schnuppern wollen ­­– egal ob Rennsportfreak oder nicht. „Jeder, der in irgendeiner Form beim Hill Climb aktiv ist, will Freitagnachmittag ein unvergessliches Erlebnis bieten, vor allem für Kinder“, schwärmt Doug Price, Geschäftsführer des Springs Convention and Visitors Bureau.

Zum ersten Mal wurde das Fan-Fest im Jahr 2002 veranstaltet. „Ziel war es, die Aufmerksamkeit für das Rennen zu steigern und gemeinsam die lange Geschichte des Events sowie die Teilnehmer zu feiern“, erläutert Daniel Rodriguez, Eventkoordinator des Pikes Peak International Hill Climb. Mittlerweile ist das Fan-Fest zum größten Straßenevent von Colorado Springs geworden. Seit der ersten Austragung kamen mehr als 400.000 Besucher. 2018 hoffen die Veranstalter, die Marke von 35.000 Fans zu knacken.

Die Zukunft erleben
Jahr für Jahr ist die über einen Kilometer lange Tejon Street fest in der Hand von Sportlern und deren Fans. 2018 ist auch Volkswagen mit einem rund 80 Meter langen Ausstellungsstand dabei: Musik. Spiele. Kostenlose Fan-Artikel. Mehr gefällig? Neben zahlreichen aktuellen und neuen Volkswagen Modellen, wie der 2019er-Version des Jetta, werden allen voran zwei Fahrzeuge die Blicke auf sich ziehen: der I.D. BUZZ, der zur Baureihe der rein elektrisch angetriebenen Serienfahrzeuge gehört, die Volkswagen ab 2020 auf den Markt bringt, sowie der I.D. R Pikes Peak.

Last but not least stehen mit Romain Dumas sowie Top-Gear-Host und Rallycross-Pilot Tanner Foust zwei Stars für Autogrammwünsche zur Verfügung. „Das Fan-Fest ist eine großartige Möglichkeit, mit den Fans in Kontakt zu kommen“, sagt Dumas, der den Pikes Peak International Hill Climb bereits dreimal gewonnen hat. „Am Renntag und natürlich beim Rennen selbst, bin ich maximal konzentriert. Da freue ich mich, im Vorfeld noch einmal in entspannter Atmosphäre Zeit zu haben, auf andere Gedanken zu kommen und mich vor allen Dingen mit den vielen, vielen Zuschauern und anderen Fahrern auszutauschen und den einen oder anderen Witz zu machen.“

Spektakuläre Action
Doch der Austausch ist nicht alles. Den Fans wird auch echte Action geboten. Frei nach dem Motto „Reden ist Silber, Motorsportaction ist Gold“, präsentiert das Red Bull Motocross Team auf einer überdimensionalen Sprunganlage seine beeindruckende Show. „Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, bei diesem Event dabei zu sein“, sagt Freestyle-Motocrosser Keith Sayers. „Das ist einfach eine richtig gute Sache, eine Pflichtveranstaltung!“

Das hat sich mittlerweile auch weit über die Stadtgrenzen von Colorado Springs herumgesprochen. Auch, weil die Motorrad-Akrobaten mit ihren waghalsigen Darbietungen zehn Meter über dem Asphalt staunende Blicke bei Jung und Alt hervorrufen. „Je lauter die Zuschauer sind, desto spektakulärer sind die Tricks“, verspricht Sayers. Das wissen die Fans und belohnen die Fahrer mit tosendem Applaus.

Mittwoch, 20.06.2018


Pikes Peak International Hill Climb

I.D. R Pikes Peak im Qualifying ganz vorne.

 

Romain Dumas und der Volkswagen I.D. R Pikes Peak haben im Qualifying für den Pikes Peak International Hill Climb 2018 im US-Bundesstaat Colorado ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Franzose fuhr am Steuer des ersten rein elektrisch angetriebenen Rennwagens von Volkswagen in 3:16,083 Minuten die beste Zeit aller Teilnehmer. Der dreimalige Sieger am Pikes Peak war damit 11,049 Sekunden schneller als der zweitplatzierte Simone Faggioli im Norma M20 SF PKP mit Verbrennungsmotor „Das war ein sehr guter Tag für uns“, sagte Dumas. „Der I.D. R Pikes Peak ist einfach unglaublich, eine solche Beschleunigung und Power habe ich noch nie bei einem Rennwagen erlebt. Ich merke mit jedem weiteren Kilometer, wie das Auto und ich mehr und mehr zu einer Einheit werden“, bilanzierte der Franzose.

Auch Sven Smeets, Direktor Volkswagen Motorsport, zeigte sich nach dem Zeittraining zufrieden: „Ein großes Kompliment an das gesamte Team. Wir haben gestern noch einen wichtigen Test absolviert. Die Erkenntnisse haben uns geholfen, die Abstimmung des I.D. R Pikes Peak weiter zu optimieren. Dadurch war das Auto heute top vorbereitet, und die Zeit spricht für sich. Aber das war nur das Qualifying. Wir sind optimistisch für das Rennen, müssen uns aber immer wieder vor Augen führen, dass wir nur einen einzigen Versuch haben.“

Im Qualifying für den Pikes Peak International Hill Climb geht jeder Teilnehmer im ersten Streckenabschnitt an den Start und legt dabei nur 8,3 der 19,99 Kilometer zurück, die im Rennen zu bewältigen sind. Die gefahrene Zeit bestimmt die Startreihenfolge im Rennen. Als Erster geht der Schnellste aus dem Qualifying ins Rennen. Nach derzeitigem Stand ist dies Romain Dumas im I.D. R Pikes Peak.

Die Jagd von Volkswagen auf den Rekord für Elektrofahrzeuge, der derzeit bei 8:57,118 Minuten steht, beginnt am Sonntag (24. Juni). Ab 8 Uhr Ortszeit (16 Uhr MESZ) gehen zunächst die 24 gemeldeten Motorräder auf die Strecke. Im Anschluss daran folgen 62 Autos in sechs verschiedenen Klassen. Der Start von Romain Dumas und dem I.D. R Pikes Peak erfolgt gegen 10 Uhr Ortszeit (18 Uhr MESZ).

Montag, 18.06.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Flotter Franzose.

Volkswagen setzt bei der Rückkehr zum Pikes Peak International Hill Climb auf Erfahrung. Romain Dumas wird am 24. Juni im I.D. R Pikes Peak beim berühmtesten Bergrennen der Welt an den Start gehen. Dumas hat das „Race to the Clouds“ im US-Bundesstaat Colorado bereits dreimal gewonnen. Der Franzose hat außerdem Erfahrung mit Hybrid-Prototypen in der FIA World Endurance Championship (WEC) gesammelt und holte im Jahr 2016 als Porsche Werksfahrer den Weltmeistertitel in der WEC.


Herr Dumas, Ihr insgesamt fünfter Start beim Pikes Peak International Hill Climb ist nur noch wenige Tage entfernt. Wie sehen die Vorbereitungen in der Rennwoche aus?
Gemeinsam mit dem Team arbeite ich an den letzten kleinen Details, um die Abstimmung zu optimieren, damit wir am Ende ganz vorne sind. Nach dem Trainingsstart am Dienstag steht am Mittwoch das Qualifying an, bei dem die Startreihenfolge für das Rennen am Sonntag bestimmt wird. Dazu kommen dann noch Interviews mit Journalisten und eine Autogrammstunde beim Fanfest am Freitag. Ansonsten freue ich mich aber auch, wenn ich mal eine ruhige Minute habe.

Sie haben den Pikes Peak International Hill Climb bereits dreimal gewonnen. Warum klappt es in diesem Jahr zum vierten Mal?
Der I.D. R Pikes Peak und das Team hier bei Volkswagen sind fantastisch. Es ist kein einfaches Projekt, alles ist neu und noch sehr frisch, aber wir haben in den vergangenen Monaten viele Erfahrungen gesammelt und gemeinsam mit den Ingenieuren und Mechanikern sehr gute Vorarbeit geleistet. Ich bin mir sicher, dass sich das am 24. Juni auszahlt.

Am Pikes Peak fahren Sie einen Supersprint über 19,99 Kilometer, eine Distanz, die nicht einmal anderthalb Runden in Le Mans entspricht. Wie schwer fällt der Umstieg?
Überhaupt nicht schwer. Die Unterschiede sind sehr groß – ein komplett anderes Auto, eine komplett andere Strecke, komplett andere Herausforderungen. Das alles erfordert eine grundsätzlich andere Denkweise. Le Mans ist wie ein Marathonlauf, Pikes Peak dagegen das 100-Meter-Finale.

Wie fühlen Sie sich körperlich, wenn Sie im Renntempo auf dem Gipfel ankommen?
Schlecht, sehr schlecht. In rund neun Minuten bewältigt man 1.440 Höhenmeter. Das spürt man, und es fühlt sich nicht gut an. Es ist wichtig, seinen Körper gut zu kennen und im Bedarfsfall mit zusätzlichem Sauerstoff zu versorgen. Im Ziel auf 4.302 Metern ist die Luft so dünn, dass das Atmen schwerfällt, vor allem nach so einer Belastung.

In diesem Jahr gehen Sie mit dem I.D. R Pikes Peak an den Start, dem ersten voll elektrisch angetriebenen Rennwagen von Volkswagen. Was ist der Unterschied zu einem Verbrenner?
Das Feedback von einem Elektrorennwagen ist sehr eingeschränkt. Es gibt kaum Geräusche vom Motor oder vom Getriebe. Normalerweise sind das wichtige Indikatoren, um seine Geschwindigkeit zu kontrollieren. Im I.D. R Pikes Peak habe ich nur den Blick nach draußen und meine Anzeige auf dem Lenkrad. Das fehlende Feedback macht es sehr schwierig, aber ich stelle mich gerne Herausforderungen.

Glauben Sie, dass elektrische Antriebe die Zukunft im Motorsport sind?
Am Pikes Peak ist der Elektroantrieb im Hinblick auf die Performance in der Höhe definitiv die beste Wahl. Auch bei sehr kurzen Rennen, wie im Rallycross, macht es Sinn. Aber auf der Langstrecke kann ich mir das im Moment nicht vorstellen.

Ab dem Jahr 2020 bringt Volkswagen mit der I.D. Familie seine erste Baureihe mit rein elektrischem Antrieb auf den Markt. Glauben Sie an die Elektromobilität auf der Straße?
Ja, davon bin ich überzeugt. Insbesondere in Städten wird das ein großer Vorteil für die Menschen sein, und wenn die Entwicklung der Batterien weiter voranschreitet, könnte das sogar ein Thema für die Mittel- und Langstrecke sein. Der Motorsport kann hier eine wichtige Rolle spielen, da die Erfahrungen aus der Entwicklungsarbeit in der Serie helfen.

Freitag, 15.06.2018


Video

Der Countdown läuft.

 

Die letzten Vorbereitungen laufen, die Spannung steigt. Die Rennwoche des „Pikes Peak International Hill Climb“ nimmt am Montag (18. Juni) mit der Technischen Kontrolle der Teilnehmerfahrzeuge in Colorado Springs Fahrt auf. Ein Pflichttermin auch für den I.D. R Pikes Peak, der erste rein elektrisch angetriebene Rennwagen von Volkswagen. Nur einen Tag später beginnt das offizielle Training. „Der Adrenalinspiegel steigt bis zum Rennen am Sonntag kontinuierlich an“, sagt Romain Dumas, Pilot des I.D. R Pikes Peak und dreimaliger Sieger am Pikes Peak.

Freitag, 15.06.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Elektrisch am Start: Autostadt überträgt Rekordversuch.

Am 24. Juni greift Roman Dumas mit dem I.D. R Pikes Peak beim Pikes Peak International Hill Climb im US-Bundestaat Colorado den Rekord für Elektrofahrzeuge an. Motorsportfans, die den Weg in die USA nicht auf sich nehmen, können das berühmteste Bergrennen der Welt auch in der Autostadt in Wolfsburg verfolgen. Ab 17.30 Uhr wird das legendäre Bergrennen live im Volkswagen Nutzfahrzeuge Pavillon übertragen. Mit Direkt-Schalten zum Volkswagen Motorsport Team am Pikes Peak erleben die Gäste die Rennatmosphäre hautnah.

Die Autostadt in Wolfsburg nimmt den Rekordversuch zum Anlass, allen Gästen vom 22. bis 24. Juni mit zahlreichen Aktionen zum Mitmachen und Ausprobieren die Facetten der Elektromobilität zu präsentieren. Alle Angebote stehen am Freitag und Samstag, 22. und 23. Juni, von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag, 24. Juni, von 9 bis 17 Uhr mit einer Tages- oder Jahreskarte zur Verfügung. Wer mit einem E-Auto, E-Fahrrad oder einem Hybridfahrzeug anreist, erhält während der Aktionstage freien Eintritt in die Autostadt.

Sonntag, 10.06.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Positiver zweiter Test in Colorado.

Volkswagen hat einen weiteren Test mit dem wegweisenden, rein elektrisch angetriebenen Rennwagen I.D. R Pikes Peak erfolgreich absolviert. Am legendären Pikes Peak, an dem Volkswagen am 24. Juni nach einem neuen Rekord für Elektro-Fahrzeuge greift, lag das Augenmerk der Probefahrten – mit Romain Dumas (F) am Steuer – auf Abstimmungsarbeiten. Von Freitag bis Sonntag erfolgten Testfahrten auf Teilstücken der insgesamt 19,99 Kilometer langen Distanz des Bergrennens.

Bei den Tests präsentierte sich der I.D. R Pikes Peak erstmals in seinem endgültigen Outfit – inklusive jenes Grautons, der als Signetfarbe der I.D. Familie und ihrer zukünftigen Elektro-Serienfahrzeuge steht. An den Start geht der 500 kW (680 PS) starke Prototyp mit der Nummer 94, die ebenfalls von einer direkten Verbindung zu den Serienfahrzeugen zeugt: Das „I“ und das „D“ sind der neunte und vierte Buchstabe des Alphabets.

Samstag, 09.06.2018

Pikes Peak International Hill Climb

Donnerstag, 07.06.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Emotionale Elektromobilität.

Vor rund sieben Monaten hat die Entwicklung des I.D. R Pikes Peak begonnen – eine vielschichtige Herausforderung, auch für das Designteam von Volkswagen. „Wir haben bereits eine Menge Erfahrung mit High-Performance-Fahrzeugen und auch mit Rennwagen, aber ein leistungsstarker Prototyp wie der I.D. R Pikes Peak war auch für uns eine Weltpremiere“, sagt Klaus Bischoff, Executive Director von Volkswagen Design. „Unsere Aufgabe war es, die unverwechselbare Formensprache der I.D. Familie auf ein solch extremes und emotionales Rennfahrzeug zu transferieren.“ 

 

Das Design sollte nicht nur auf den ersten Blick die Zugehörigkeit zur zukünftigen I.D. Familie betonen, der Baureihe rein elektrisch angetriebener Serienfahrzeuge, die Volkswagen ab 2020 auf den Markt bringt. Zusätzlich musste das Karosseriedesign des ersten Elektro-Rennwagens von Volkswagen aus technischer Sicht optimale Voraussetzungen mitbringen. „Meine ganze Mannschaft hat diese ungewohnte Herausforderung bis ins Mark motiviert. Wir sind stolz darauf, Teil des Teams zu sein, das dieses außergewöhnliche Projekt realisiert hat“, sagt Bischoff.

 

I.D. Familie nimmt Einfluss auf Design des Rennwagens

Key-Design-Elemente der I.D. Familie wurden in die extreme Karosserieform des I.D. R Pikes Peak integriert. „Typisch für I.D. ist eine sehr glatte, ästhetische Formensprache von skulpturaler Qualität. Dazu kommen eine klare Grafik und eine einzigartige Lichtsignatur. All dies sind Elemente, die wir aus den Serienfahrzeugen der zukünftigen I.D. Familie auf den I.D. R Pikes Peak übertragen haben“, sagt Bischoff. Für den 56-Jährigen ist der erste rein elektrische Rennwagen von Volkswagen ein wichtiger Schritt innerhalb der Elektromobilitäts-Strategie der Marke: „Ein Supersportwagen wie der I.D. R Pikes Peak weckt Emotionen beim Zuschauer. Diese emotionale Interpretation des Themas Elektromobilität wird sicherlich einen Einfluss auf die Serienfahrzeuge der I.D. Familie haben.“ 

 

Die Wettbewerbspremiere des I.D. R Pikes Peak findet am 24. Juni im US-Bundesstaat Colorado statt. Ziel für Pilot Romain Dumas ist es, den bestehenden Streckenrekord für Elektro-Rennwagen von 8:57,118 Minuten zu verbessern. „Es würde mich sehr freuen, wenn das von uns entwickelte Design einen Beitrag dazu leistet, diese schwierige Aufgabe zu erfüllen“, sagt Bischoff. „Wir werden an diesem Tag unseren Kollegen von Volkswagen Motorsport kräftig die Daumen drücken.“

Freitag, 01.06.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Jungfernfahrt am Pikes Peak.

Fahrer Romain Dumas zeigte sich von der Performance des rein elektrisch betriebenen Rennwagens beeindruckt. Da es sich bei der Strecke zum 4.302 Meter hoch gelegenen Gipfel um eine öffentliche Straße handelt, stand sie dem Team nur für drei Stunden zur Verfügung. Für die Vorbereitung der weiteren Testläufe und des Rennens am 24. Juni hat Volkswagen Motorsport einen festen Stützpunkt in Colorado Springs bezogen.

„Die Nachrichten aus Colorado sind sehr positiv: Wir liegen mit den Vorbereitungen des I.D. R Pikes Peak im Plan und können uns nun auf die Feinabstimmung konzentrieren“, erklärt Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets. „Das ist das Ergebnis einer ganz starken Mannschaftsleistung, zunächst hier in Deutschland und nun von unserem Team vor Ort in den USA. Wenn wir unsere Arbeit weiterhin konzentriert und motiviert fortsetzen, stehen unsere Chancen gut, am 24. Juni eine neue Bestmarke für E-Fahrzeuge zu setzen.“

Dumas zeigte sich nach dem Test begeistert. „Der I.D. R Pikes Peak ist das beste Auto, mit dem ich jemals diesen Berg hinaufgefahren bin. Beschleunigung und Kurvengeschwindigkeiten sind wirklich beeindruckend, dazu ist das Auto sehr komfortabel: Dank des Elektroantriebs muss ich nicht schalten, sondern kann mich ganz auf die Linie konzentrieren“, erläuterte der Franzose. „Aber natürlich bleibt immer Raum für Verbesserungen. Wir werden bei den noch anstehenden Testfahrten die Abstimmung weiter verfeinern“, sagt Dumas.

Bei den ersten Tests in den USA konzentrierte sich das Team vor allem auf die Fahrwerkabstimmung, Reifentests sowie die optimale Nutzung von Batterieladung und die Energie-Rückgewinnung beim Bremsen. „Das perfekte Energiemanagement ist einer der Schlüsselfaktoren für einen erfolgreichen Angriff auf den Rekord in der Kategorie der Elektro-Fahrzeuge“, erklärt François-Xavier Demaison, Technischer Direktor Volkswagen Motorsport und als Projektleiter für den I.D. R Pikes Peak verantwortlich. „Die erste Testfahrt am Pikes Peak ist erfolgreich verlaufen. Das zeigt, dass unsere Computer-Simulationen und auch die Testfahrten in Europa auf den Punkt getroffen haben.“

Bei der 96. Auflage des berühmtesten Bergrennens der Welt hat Volkswagen Pilot Dumas am 24. Juni die Marke von 8.57,118 Minuten im Visier – seit 2016 der Rekord für Elektro-Fahrzeuge auf der 19,99 Kilometer langen und mit 156 Kurven aufwartenden Strecke.

Donnerstag, 24.05.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Leichtbau in Perfektion.

Sieben Monate sind nicht mehr als ein Wimpernschlag, wenn es darum geht, einen voll-elektrischen Rennwagen auf dem sprichwörtlichen weißen Blatt Papier von Grund auf neu zu konstruieren. Genau dieser Herausforderung haben sich die Ingenieure bei Volkswagen Motorsport mit dem I.D. R Pikes Peak gestellt. „Uns war klar, dass wir nicht die Zeit haben würden, mehrere Versuchsträger zu bauen. Schon der erste Versuch musste passen", blickt Willy Rampf, technischer Berater des Projekts, auf den Start der Entwicklung zurück.

Bevor der Rennwagen für den Einsatz beim Pikes Peak International Hill Climb gebaut wurde, war die Analyse einer Vielzahl möglicher Konfigurationen im Computer notwendig. Im Mittelpunkt der Studien stand der optimale Kompromiss aus Leistung und Gewicht. Beide Faktoren hängen bei elektrisch angetriebenen Fahrzeugen wie dem I.D. R Pikes Peak noch mehr voneinander ab als bei einem Rennwagen mit konventionellem Verbrennungsmotor. Vereinfachte Faustregel: je höher die Leistung, desto schwerer die erforderlichen Batterien.

Nahezu unbegrenzte Freiheiten

Die Ingenieure von Volkswagen Motorsport legten deshalb die Strategie fest: Der I.D. R Pikes Peak sollte so leicht wie möglich werden bei immer noch hoher Leistung. Den Rahmen setzte dabei das Reglement, das beim berühmtesten Bergrennen der Welt in der Fahrzeugklasse „Unlimited“ im wahrsten Sinne des Wortes nahezu unbegrenzte Freiheiten lässt. "Dem Ideenreichtum der Ingenieure waren beinahe keine Grenzen gesetzt“, erklärt François-Xavier Demaison, Technischer Direktor von Volkswagen Motorsport. „Chassis, Radaufhängungen und Sicherheitsstruktur des I.D. R Pikes Peak bestehen nahezu komplett aus Stahl und Aluminium."

Bei einer Systemleistung von 500 kW (680 PS) wiegt der Rennwagen inklusive Fahrer dennoch weniger als 1.100 Kilogramm – ein Leichtgewicht im Vergleich zu früheren Rekordfahrzeugen in der Pikes-Peak-Kategorie der Elektrofahrzeuge. Durch die vergleichsweise geringe Leistung konnten die Batterie-Blöcke so kompakt ausfallen, dass sie im Sinne einer perfekten Gewichtsverteilung optimal neben und hinter dem Fahrer platziert werden konnten. Sie liefern die Energie für je einen Elektromotor an Vorder- und Hinterachse, die Drehmomentverteilung wird elektronisch geregelt. Der I.D. R Pikes Peak – auf maximale Effizienz getrimmt, um am 24. Juni im Kampf gegen die Uhr zu bestehen und den Rekord für Elektrofahrzeuge zu brechen.

Freitag, 18.05.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Kompromisslose Aerodynamik.

Dem I.D. R Pikes Peak ist auf den ersten Blick anzusehen, dass er für extreme Bedingungen entwickelt wurde. Das erste rein elektrisch angetriebene Rennfahrzeug von Volkswagen ist auch bei der Aerodynamik kompromisslos auf das berühmteste Bergrennen der Welt ausgerichtet. 


Das vergleichsweise offene Reglement ließ den Ingenieuren deutlich mehr Freiheiten als in anderen Renndisziplinen, um Karosserie und Heckflügel des I.D. R Pikes Peak zu gestalten. „Die Startlinie liegt auf einer Höhe von fast 2.900 Metern, das Ziel bei 4.300 Metern. Dort gelten wegen des niedrigen Luftdrucks andere aerodynamische Bedingungen als auf einer Rennstrecke im Flachland“, erläutert François-Xavier Demaison, Technischer Direktor Volkswagen Motorsport und als Projektleiter für die Entwicklung des I.D. R Pikes Peak verantwortlich. 


Optimale Kurvengeschwindigkeit im Fokus

Bei der 19,99 Kilometer langen, kurvigen Fahrt hinauf auf den Gipfel des Pikes Peak in der Nähe von Colorado Springs (USA) wird eine Höchstgeschwindigkeit von rund 240 km/h erreicht – für einen Prototyp wie den I.D. R Pikes Peak vergleichsweise gering, denn theoretisch ginge natürlich noch mehr. „Wir haben uns deswegen hauptsächlich auf optimale Kurvengeschwindigkeiten konzentriert. Die gesamte Karosserie ist darauf ausgerichtet, möglichst hohen Abtrieb zu erzielen, ohne zu viel Luftwiderstand zu erzeugen“, fasst Demaison die Aufgabe für seine Mannschaft zusammen. 


Bei ausführlichen Testfahrten sind die Erkenntnisse aus der Entwicklungsphase in Details optimiert worden. Ende Mai ist der erste Probelauf auf der Originalrennstrecke in den USA geplant. Dann beginnt für Pilot Romain Dumas und das Team von Volkswagen Motorsport der Schlussspurt in der Vorbereitung auf das „Pikes Peak International Hill Climb 2018“ am 24. Juni. Ziel ist der Rekord in der Klasse für Elektro-Prototypen, der derzeit bei 8.57,118 Minuten steht.

Mittwoch, 16.05.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Experten berichten exklusiv – Teil 3

 

Im dritten und letzten Teil unserer Reportage über Mitarbeiter und Begleiter des Pikes Peak International Hill Climb stand uns Mitch Snow Rede und Antwort. Er ist im Schatten des Berges aufgewachsen und arbeitete unter anderem im Marketing und Archiv des berühmtesten Bergrennens der Welt. „Nach dem ersten Semester am College absolvierte ich 1995 ein Praktikum bei einem lokalen Fernsehsender und strebte danach, ein Rundfunksprecher für Sportübertragungen zu werden.“ Als sich die Rennwoche näherte, stellte Snow fest, dass nur sehr wenige Menschen so umfangreiche Kenntnisse über die Veranstaltung und ihre Geschichte hatten wie er. Kurzerhand leitete er die Berichterstattung des Senders während der gesamten Woche. „Im folgenden Sommer bemühte ich mich um ein Praktikum beim PPIHC – der Rest ist Geschichte.“

 

Am Renntag ist Snow nach eigener Aussage in erster Linie damit beschäftigt, das Chaos auf dem Gipfel zu kontrollieren. „Ich habe mich schon um alles Mögliche gekümmert, von der Vorbereitung des Gipfels für die Teilnehmer und die Medien über die Erfassung von Rennzeiten, die Kommunikation technischer Ausfälle bis zur Übermittlung von Informationen zu den Bedingungen am Gipfel.“ Snow kümmert sich um Hilfe bei medizinischen Notfällen und einmal stellte er sicher, dass der Scheich von Katar nach absolviertem Rennen rechtzeitig seinen Zug nach Manitou Springs erwischte.


Zeit ist die wichtigste Ressource

Angesprochen auf die berüchtigte Höhenkrankheit, die viele Unerfahrene auf dem Gipfel erleiden, hat Snow als Einheimischer einige Ratschläge: „Zeit ist die wichtigste Ressource, wenn man vermeiden möchte, unter der Höhenkrankheit zu leiden. Menschen, die aus niedriger gelegenen Gebieten – insbesondere solchen auf Meeresniveau – stammen, sollten einige Tage in Colorado Springs verbringen, um sich zu akklimatisieren, anstatt sich direkt auf den Pikes Peak zu begeben.“ Zudem sollte viel Wasser getrunken und auf fettige Nahrung, Koffein und Alkohol verzichtet werden. „Achten Sie darauf, dass sich Ihr Körper ausruhen kann. Der Aufenthalt in großen Höhen ist für den Körper wesentlich anstrengender, selbst wenn Sie es nicht gleich spüren.“

 

Auch die ständig wechselnden Wetterbedingungen am Gipfel stellen eine große Herausforderung dar. Im Jahr 2016 war es besonders extrem. „Zum ersten Mal in der 100-jährigen Geschichte des Rennens mussten wir den Start des Rennens um mehr als eine Stunde verschieben, da die letzte Meile der Strecke mit einer fünf Millimeter dicken Eisschicht bedeckt war“, erinnert sich Snow. Während die Verantwortlichen die Strecke mit Stahlpflügen bearbeiteten, nahm er sich die Freiheit, das Schmelzen des Eises auf außergewöhnliche Art und Weise zu beschleunigen: Snow fuhr Donuts mit dem Safety Truck. „Das Eis schmolz wunderbar und der Schmutzanteil bot genügend Haftung, sodass die Rennfahrzeuge den entsprechenden Abschnitt sicher passieren konnten.“

 

Bestens informiert

Da die technischen Möglichkeiten auf dem Gipfel sehr beschränkt sind, ist Snow aber noch in anderer Funktion sehr wichtig für die Teilnehmer. „Nachdem eine Gruppe von Fahrern ihre Läufe beendet hat, fahre ich mit meinem Mountainbike zur Ostseite des Gipfels, wo die Funk-Verbindung gerade gut genug ist, um aktualisierte Informationen zu empfangen. Anschließend fahre ich wieder zurück zur Mitte und informiere die Teilnehmer.“ So durfte Snow schon vielen Helden seiner Kindheit mitteilen, dass sie eines ihrer Lebensziele erreicht haben. Beim Pikes Peak International Hill Climb 2018 am 24. Juni möchte Romain Dumas mit dem I.D. R Pikes Peak einer derjenigen sein, der von Mitch Snow die frohe Kunde über eine Bestzeit erhält. Ziel ist der Rekord für Elektro-Rennwagen.

Dienstag, 15.05.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Experten berichten exklusiv – Teil 2

 

Im zweiten Teil unserer Reportage über Zeitzeugen am Pikes Peak haben wir mit Rupert Berrington gesprochen. Der US-Amerikaner ist Fotograf und war 1987 zum ersten Mal beim Pikes Peak International Hill Climb tätig. „Ich fuhr so weit hoch, wie ich konnte, bis Elk Park, kurz oberhalb der Baumgrenze“, erinnert sich Berrington. „Ich beging den typischen Anfängerfehler, mich nicht den Bedingungen entsprechend anzuziehen. In Colorado Springs waren es zwar 32 Grad Celsius, aber dort, wo ich meine Stellung bezog, waren es gerade einmal 10 Grad Celsius. Ich kann mich daran erinnern, dass das Rennen wegen Schnee und Hagel etwa eine halbe Stunde lang unterbrochen wurde. Doch trotz meiner schlechten Vorbereitung war es einfach toll, die Autos den Berg hinaufrasen zu sehen, nur wenige Zentimeter vom Abgrund entfernt und ohne jegliche Absperrungen zwischen einem selbst und den Fahrzeugen.“

 

Zu seinem ersten Auftrag am Berg kam Berrington, weil er kreativ zu Werke ging. Ihm fiel auf, dass die meisten Fotos des Rennens in den Magazinen an der Start- oder Ziellinie aufgenommen wurden. Der beste Teil, nämlich alles dazwischen, wurde ausgelassen. „Ich beschloss, meine Fotos an Magazine zu senden, die selbst keine Fotografen zu Veranstaltungen schickten, und nahm meine Fotos entlang der Strecke auf.“

 

Nach dem ersten Tag der Umsetzung dieser Strategie wählte Berrington 20 Aufnahmen aus, die er von den besten 20 Fahrern gemacht hatte, und sendete sie an Autosport in England. „Damals waren das ausnahmslos Diapositive. Es funktionierte. Sie veröffentlichten ein Foto, das ich von Robby Unser gemacht hatte.“ Im Anschluss daran begann Autosport, den Fotografen für die Dokumentation des Pikes Peak und später für IMSA-Rennen einzusetzen. „Ab dem Zeitpunkt nahm meine Karriere einen steilen Verlauf“, sagt Berrington mit einem Lächeln.

 

Frühaufsteher gefragt

Jedes Jahr aufs Neue muss sich der Fotograf mit den Besonderheiten des Rennens auseinandersetzen. „Die Fotografen müssen bis 04:30 Uhr am frühen Morgen ihre Positionen eingenommen haben, da die ersten Fahrzeuge ab circa 05:15 Uhr mit dem Training beginnen, sobald die Sonne am Horizont erscheint. Die Tatsache, dass man spektakuläre Rennfotos aufnehmen kann, während die Sonne am Berg aufgeht, macht dieses Bergrennen zu etwas ganz Besonderem.“

 

Über die Jahre hat Berrington viele Kollegen kommen und gehen gesehen. Sein wichtigster Ratschlag? „Sie befinden sich auf einem Berg!“ Wenn man nicht an die Höhe gewöhnt ist, kann man höhenkrank werden. Die Winde können extrem sein und die Temperaturen können auf gefühlt minus 50 Grad Celsius abfallen. Erfrierungen und Unterkühlungen können zu einem ernsthaften Problem werden. Daher rät Berrington: „Bringen Sie Ihre wärmste Kleidung für kalte Witterung mit.“

 

Doch nicht nur die Kälte kann einem zu schaffen machen: Der Name „Devil’s Playground“ geht auf die Tatsache zurück, dass es sich hierbei um einen der Orte Amerikas handelt, an denen die meisten Blitzeinschläge verzeichnet werden. „Bewegen Sie sich vorsichtig – der Boden kann nachgeben“, warnt Berrington. „Außerdem können Sie auf vereisten Flächen ausrutschen.“ Beides ist dem Fotografen schon passiert. „Ich habe Kameras und Objektive zerstört und war einmal sogar nach einem Sturz bewusstlos.“ Trotz des gefährlichen Pflasters ist Devil’s Playground einer von Berringtons Lieblingsplätzen. „Von dort sehen Sie einen großen Teil der Strecke, während die Autos den Berg hochfahren, und fangen gleichzeitig die Zuschauer ein. Die darunterliegenden Serpentinen bieten jede Menge Möglichkeiten für tolle Aufnahmen mit Sonnenaufgang.“ Aber auch im Boulder Park gibt es schöne Aufnahmestandorte, die jedoch einigen wenigen Medien mit entsprechender Berechtigung vorbehalten sind.

 

Eine Anekdote, die Berrington exklusiv erzählen kann, ist eine besondere Begegnung mit Robby Unser, der das PPIHC im Jahr 1989 gewann. „Robby Unser ist direkt vor mir liegen geblieben. Er fragte mich, ob ich das nächste Fahrzeug warnen könne, da er sich hinter einer nicht einsehbaren Kurve befand und ich die einzige Person in der Nähe war. Das nächste Fahrzeug verpasste ihn um wenige Zentimeter …“ Dank Berringtons Hilfe.

Montag, 14.05.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Experten berichten exklusiv – Teil 1

 

Pikes Peak, Colorado. An dem 4.302 Meter hohen Berg ist schon so manch legendäre Motorsportgeschichte geschrieben worden. Wir haben mit Zeitzeugen gesprochen und beginnen mit einer Expertin für die Startlinie: Marla Wiseman ist Vorstandsmitglied, Mitarbeiterin der Registrierstelle und Veranstaltungskoordinatorin des Pikes Peak International Hill Climb. Das erste PPIHC, an dem sie teilgenommen hat, liegt 37 Jahre zurück, damals noch als Zuschauerin. „1981 war es einfach toll, oben auf dem Berg, inmitten der lauten Autos, die Fahrer zu treffen und Teil des Geschehens zu sein.“

Im Jahr darauf begann Wiseman, ehrenamtlich aktiv zu sein. Das ist sie bis heute. „Vor allem liebe ich die teilnehmenden Menschen. Ich liebe die Autos. Ich liebe die Geräusche der Motoren. Ich liebe die Schönheit des Bergs. Ich liebe die Spannung des Wettbewerbs“, schwärmt sie. „Ich könnte mir ein Leben ohne diese Veranstaltung in jedem Sommer nicht mehr vorstellen. Am Renntag ist sie für viele wichtige Aufgaben verantwortlich. Bei einem Unfall ist sie Mittlerin zwischen dem Sicherheitsteam, der Familie und dem Team des verunfallten Fahrers. Auch bei der Start-Aufstellung ist sie beteiligt. Der Zutritt zum Starterfeld ist nur wenigen Crew-Mitgliedern gestattet, und da sie die meisten der Beteiligten kennt, hilft sie dem Sicherheitsteam zu entscheiden, wem Zutritt gewährt wird.

Änderungen gab es viele im Laufe der Jahre. „Je mehr Werksteams hinzustießen, desto ausgefeilter wurde es. Mit der Befestigung der Strecke sind auch Änderungen der teilnehmenden Fahrzeuge einhergegangen.“ Der Respekt der Menschen gegenüber dem Berg sei dagegen gleich geblieben. Sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den freiwilligen Helfern, so Wiseman. Verändert hat sich für Wiseman im Laufe der Jahre allerdings die Arbeitszeit. „Früher kam ich gegen 02:30 Uhr früh an, in den vergangenen drei Jahren habe ich die gesamte Nacht an der Startlinie verbracht. Es ist sehr ruhig und man vermeidet so den morgendlichen Verkehr.“

Besuchern empfiehlt sie, so früh wie möglich am Morgen aufzubrechen, insbesondere dann, wenn man es hinter die Startlinie schaffen möchte. Aus Sicherheitsgründen unterliegt dieser Bereich heute wesentlich strengeren Regeln und ist im Vergleich zu früher wesentlich professioneller gestaltet. Früher konnte jeder um die für den Start aufgestellten Autos und Motorräder herumlaufen. Heute ist der Bereich des Starterfeldes abgesperrt und nur jeweils vier Crew-Mitgliedern zugänglich.

Emotionen pur im Startbereich

Über die Jahre war Wiseman fast überall am Berg im Einsatz, Streckenposten oder Funktionär am Gipfel. Am liebsten ist sie im Startbereich. „Hier beginnt die Spannung des Tages. Man sieht die Heidenangst der Fahrer, die sich fragen, was der Berg wohl für sie bereithalten wird. Man sieht es in ihren Gesichtern und an ihren Bewegungen und hört es aus ihren Fragen: Wie ist das Wetter oben? Wie ist die Beschaffenheit der Strecke?“

Im Gewusel im Startbereich gibt es aber noch viel mehr zu sehen: Funktionäre, die umherflitzen, um sicherzustellen, dass alle Vorkehrungen getroffen sind. Nervöse Crew-Mitglieder beim Vorbereiten der Autos und Motorräder und das bange Verfolgen des Funkverkehrs, ob es der Fahrer bis zum Gipfel geschafft hat. Und die Erleichterung in den Gesichtern, wenn der Fahrer mitgeteilt hat, dass er heil oben angekommen ist. Oder natürlich die Enttäuschung, wenn der Lauf nicht erfolgreich war. Und natürlich auch Ängste und Sorgen, falls der Kontakt abreißt.

Und am Ende kommen alle, die es nach oben geschafft haben, im Rahmen der „Parade of Champions“ auch wieder runter – für Wiseman das Highlight des Events. „Das Abklatschen, die fröhlichen Gesichter und Freudenrufe sind die beste Art, die Rennwoche zu beenden.“

Freitag, 04.05.2018


Video

Auf leisen Sohlen.

Das aktuelle Video zum Start von Volkswagen beim berühmtesten Bergrennen der Welt, dem „Pikes Peak International Hill Climb“, am 24. Juni 2018.

Montag, 23.04.2017


Pikes Peak International Hill Climb

In seinem Element.

 

Erste Ausfahrt erfolgreich gemeistert: Der Volkswagen I.D. R Pikes Peak hat auf der Rennstrecke in Alès seine ersten Runden gedreht. Der rein elektrisch angetriebene Supersportler für das legendäre Bergrennen „Race to the Clouds“ in Colorado Springs (USA) soll am 24. Juni am Pikes Peak den Rekord für Elektrofahrzeuge unterbieten. Bis zu diesem Tag durchläuft der spektakuläre Prototyp mit einer Systemleistung von 500 kW (680 PS) und Bi-Motor-Antrieb ein straffes Testprogramm, zunächst in Europa, später in den USA. Die Jungfernfahrt absolvierte Romain Dumas (F), der Ende Juni auch den Rekordversuch mit dem Volkswagen I.D. R Pikes Peak unternehmen wird.

„Heute den I.D. R das erste Mal fertig aufgebaut zu sehen und gleich mit ihm die Jungfernfahrt zu unternehmen, war absolut fantastisch“, so Romain Dumas, der das Bergrennen am Pikes Peak bereits dreimal für sich entschied. „Was Volkswagen in den vergangenen Monaten von null aufgebaut hat, nötigt mir absoluten Respekt ab. Ich habe erste Bilder von dem Auto natürlich vorher gesehen – doch in natura ist das Auto noch ein bisschen spektakulärer. Wir haben jetzt ein strammes Testprogramm vor uns. Und ich freue mich auf jeden Meter!“

Sonntag, 22.04.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Freitag, 20.04.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Mittwoch, 18.04.2018


Pikes Peak International Hill Climb

Montag, 19.03.2018


Volkswagen im Motorsport

Donnerstag, 01.03.2018


Video

Rot oder blau?

Das aktuelle Video zum Start von Volkswagen beim berühmtesten Bergrennen der Welt, dem „Pikes Peak International Hill Climb“, am 24. Juni 2018.

Mittwoch, 31.01.2018


Fahrerbekanntgabe

Volkswagen verpflichtet Le-Mans-Sieger Romain Dumas für „Pikes Peak International Hill Climb 2018“.

Bei der Rückkehr zum „Pikes Peak International Hill Climb“ setzt Volkswagen auf Erfahrung. Am 24. Juni 2018, mehr als 30 Jahre nach der letzten Teilnahme von Volkswagen am berühmtesten Bergrennen der Welt, pilotiert der Franzose Romain Dumas das erste rein elektrisch betriebene Rennfahrzeug der Marke. Dumas hat das sogenannte „Race to the Clouds“ im US-Bundesstaat Colorado bereits drei Mal gewonnen. Er kann außerdem auf Erfahrung mit Hybrid-Prototypen in der FIA World Endurance Championship (WEC) bauen: Dumas holte 2016 als Porsche-Werksfahrer den Weltmeistertitel in dieser Hightech-Rennserie.

„Das Bergrennen am Pikes Peak ist eine große Herausforderung, weil jeder Teilnehmer nur einen Versuch hat“, erläutert Romain Dumas. „Aber ich habe großes Vertrauen in Volkswagen Motorsport. Die Mannschaft ist hoch motiviert und hat schon mehrfach bewiesen, dass sie auch auf unbekanntem Terrain auf Anhieb erfolgreich ist.“ Das gemeinsame Ziel von Volkswagen und Fahrer Dumas ist ein neuer Streckenrekord in der Fahrzeugkategorie der Elektro-Prototypen. „Romain gehört zu den schnellsten Fahrern, die jemals am Pikes Peak gestartet sind. Außerdem hat er Tausende von Kilometern Erfahrung mit Rennprototypen. Er ist damit für Volkswagen der ideale Fahrer für die Premiere in der Klasse der rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge“, sagt Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets.

Volkswagen startet bei der 2018er-Auflage des „Pikes Peak International Hill Climb“, der wegen der Ziellinie in 4.302 Meter Höhe auch „Race to the Clouds“ genannt wird, mit einem völlig neu entwickelten Elektro-Prototyp. In dieser Wertungsklasse erlaubt das Reglement große technische Freiheiten. „Wir können so die Leistungsfähigkeit zukünftiger Batterie- und Antriebstechnologie von Volkswagen im Wettbewerb beweisen. Eine zusätzliche Herausforderung ist die Tatsache, dass die Rennstrecke am Pikes Peak eine normale Straße ist, auf der sich Fahrbahnzustand und Wetterbedingungen häufiger ändern“, sagt Smeets.

„Der große Vorteil eines Elektrofahrzeugs beim Bergrennen am Pikes Peak: Die Leistung bleibt über die gesamte Strecke von knapp 20 Kilometern konstant. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verlieren in der dünnen Höhenluft dagegen deutlich an Leistung. Damit musste ich bei meinen bisherigen Teilnahmen leben. Ich freue mich richtig darauf, zum ersten Mal vom Start auf 2.862 Metern bis ins Ziel mit voller Kraft fahren zu können“, nimmt Dumas den Faden auf.

Mit Elektrotechnologie in Rennfahrzeugen kennt sich der aus dem südfranzösischen Alès stammende Vollblut-Motorsportler aus: In den letzten Jahren bestritt er im Werksteam von Porsche die Langstrecken-Weltmeisterschaft (FIA World Endurance Championship) mit einem Hybrid-Prototyp (Benzin/Elektro). Neben dem Weltmeistertitel 2016 in dieser Rennserie gewann Dumas im Laufe seiner Karriere bereits acht 24-Stunden-Rennen, darunter zwei Mal den legendären Klassiker in Le Mans. Außerdem ließ der ehrgeizige Allrounder mit guten Leistungen bei der Rallye Dakar und bei Läufen zur Rallye-Weltmeisterschaft aufhorchen.

Der Start beim „Pikes Peak International Hill Climb 2018“ ist für Volkswagen ein bedeutender Schritt auf dem Weg zum führenden Hersteller von Serienfahrzeugen mit Elektrotechnologie. Bis 2025 will die Marke Volkswagen mehr als 20 Modelle mit rein elektrischem Antrieb anbieten.

Donnerstag, 19.10.2017


Die Herausforderung

Rückkehr der Gipfelstürmer.

 

Neue Herausforderung im Motorsport mit der Technologie von morgen: Volkswagen entwickelt ein rein elektrisch betriebenes Rennfahrzeug für das berühmteste Bergrennen der Welt. Der allradgetriebene Prototyp soll am 24. Juni 2018 am Start des Pikes Peak International Hill Climb in Colorado/USA stehen, um im Ziel auf über 4.300 Meter Höhe eine neue Bestmarke für Elektroautos zu setzen. Das neue Motorsport-Projekt ist Teil der Transformation von Volkswagen zum führenden Hersteller von E-Fahrzeugen: Bis zum Jahr 2025 wird die Marke 23 rein elektrisch angetriebene Modelle anbieten.

 

„Das Pikes-Peak-Bergrennen ist eines der berühmtesten Autorennen der Welt, eine enorme Herausforderung und damit hervorragend geeignet, die Leistungsfähigkeit kommender Technologien zu beweisen“, erklärt Entwicklungsvorstand Dr. Frank Welsch. „Unser Elektro-Rennfahrzeug wird mit innovativer Batterie- und Antriebstechnik ausgestattet sein. Der extreme Belastungstest am Pikes Peak wird uns wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung liefern und ein Schaufenster für unsere Produkte und ihre Technik sein.“

 

Das Fahrzeug wird von Volkswagen Motorsport in enger Zusammenarbeit mit der Technischen Entwicklung in Wolfsburg entwickelt. „Das Rennen am Pikes Peak ist für uns ein Neuanfang. Zum ersten Mal entwickeln wir ein rein elektrisches Rennfahrzeug“, erklärt Motorsport-Direktor Sven Smeets. „Das Projekt ist außerdem ein wichtiger Meilenstein in unserer Motorsport-Neuausrichtung. Unsere Mannschaft ist förmlich elektrisiert, diese große Herausforderung anzunehmen.“ Volkswagen Motorsport hatte am Pikes-Peak-Bergrennen zuletzt 1987 mit einem spektakulären, zweimotorigen Golf teilgenommen, das Ziel aber knapp verpasst. „Höchste Zeit für eine Revanche“, so Smeets weiter.

 

Das internationale Pikes-Peak-Bergrennen – von Kennern auch „Race to the clouds“ genannt – wird seit 1916 nahe Colorado Springs in den Rocky Mountains ausgetragen und führt über eine Strecke von 19,99 Kilometern vom Start in 2.862 Metern Höhe hinauf zum Gipfel in 4.302 Metern über Meeresniveau. Der Rekord in der Klasse der Elektro-Prototypen liegt derzeit bei 8.57,118 Minuten und wurde 2016 vom Neuseeländer Rhys Millen aufgestellt.