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Mittwoch, 06.03.2019 Hannover, DeutschlandWeiterer Motorsport

Trauer um Klaus-Peter Rosorius

Ehemaliger Volkswagen Motorsportchef stirbt mit 78 Jahren

Der ehemalige Sportchef von Continental stand von 1972 bis 1995 an der Spitze der Organisation, die 1966 als Formel V Europa e.V. gegründet wurde, sieben Jahre später nach Hannover umzog und 1981 in Volkswagen Motorsport e.V. umbenannt wurde. Klaus-Peter Rosorius ist im Alter von 78 Jahren verstorben.

„Volkswagen Motorsport hat Klaus-Peter Rosorius viel zu verdanken“, sagt Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor. „Er hat den Motorsport bei Volkswagen über mehr als zwei Jahrzehnte entscheidend geprägt. Unter seiner Leitung haben mit Volkswagen viele große Rennfahrer ihre erfolgreichen Karrieren begonnen. Darüber hinaus hat er den Grundstein dafür gelegt, dass seit Jahrzehnten Volkswagen Kundenteams in unzähligen Rennserien vertreten sind. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen.“

Der in Hannover aufgewachsene Rosorius war 1972 vom Reifenhersteller Continental in die Leitung der Formel V Europa e.V. gewechselt, deren Aufgabe es war, die gleichnamige Nachwuchsrennserie zu veranstalten. In jungen Jahren bestritt Rosorius selbst Rennen mit Tourenwagen. Später gründete er erfolgreiche Markenpokale wie den „VW Junior Cup“ mit dem Scirocco und ließ den spektakulären Bimotor-Golf für das Bergrennen am Pikes Peak konstruieren.

Nach der Formel-V-Ära entwickelte sich Volkswagen Motorsport unter der Leitung von Klaus-Peter Rosorius auch zum führenden Motorenpartner in der Formel 3: Etliche Meistertitel in Championaten rund um den Globus zählen genauso dazu wie der erste Sieg beim Grand Prix von Macau – eine bis heute andauernde Erfolgsgeschichte. In seine Amtszeit bei Volkswagen Motorsport fielen außerdem der Titel des Rallye-Weltmeisters 1986 in der Gruppe A mit dem Golf GTI sowie der Gewinn der Deutschen Rallye-Meisterschaft 1991 mit dem Rallye-Golf G60.  

Nach dem Eintritt in den Vorruhestand 1995 zog sich Klaus-Peter Rosorius ins Privatleben zurück.